…gar nicht so schlimm…

… mal kurzfristig im Auftrag der Gesundheit unterwegs zu sein. Es fliegen liebe Genesungswünsche ein, kleine Geschenke, tolle Fotos und dicke Pralinen. Aber seht selbst:

Geschenke

Erst einmal hat mein virtueller Hund Odie, mir ein ganz großes Foto geschickt. Dies steht jetzt an meinem Bett und ich bekomme gleich gute Laune, wenn ich es mir anschaue. 🙂 Danke dafür.

Außerdem habe ich noch von einigen Freunden liebe Postkarten erhalten, sowie ein kleines Paket von meinen süßen Neffen Felix & Otto.

Felix 4 & Otto 2

Felix 4, Otto 2

😍😍😍

Felix, war kreativ und hat mir ein wunderschönes Bild gemalt. Nicht schlecht, oder?

Felix

Da er keine Blumen malen konnte, wurde daraus ein Obst- und Gemüsebeet. Ist ja auch viel gesünder… Schnittlauch und Birne hätte ich sofort ohne Beschriftung erkannt.  Aber schaut Euch mal bitte mein Portrait an…. Meine Fusselhaare hat er wirklich sehr gut getroffen und die Haare stehen mir wirklich oft zu Berge.

Große Augen mache ich hier in der AHB auch, da ich immer wieder feststellen muss, das geht nicht mehr, das kommt zurück, das schaffe ich kaum noch oder das ist aber schon viel besser geworden.

Aber am ALLERBESTEN sind die gezeichneten Füße 😉 Sie stehen quer und so kommt es mir im Moment auch vor. Die Füße, Beine und noch so einige andere Körperstellen wollen nicht mehr so wie ich es will, sie stellen sich im wahrsten Sinne des Wortes QUER. Aber auch dafür hat der süße Zwerg eine Lösung:

„Tante Mimi hat doch einen Rollstuhl.“

Das ist doch gar nicht so schlimm….

Kindermund tut Wahrheit kund und ja, es ist wirklich nicht so schlimm einen Rollstuhl zu haben, ganz im Gegenteil.

Fazit bis jetzt:

Im Großen und Ganzen kann ich sagen:  Ich bin froh hier zu sein, super nette Leute um mich herum zu haben und verbuche diese Wochen unter „Wellnessurlaub, Sportcamp, Auszeit.“  😉

Nennt es wie Ihr wollt, Hauptsache man kämpft weiter und lässt sich nicht unterkriegen… Oder wie seht Ihr das?

Einen lieben Gruß aus der AHB sendet,

Deine Christine!

❤️

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47 Gedanken zu “…gar nicht so schlimm…

  1. Caroline

    Liebe Christine,

    ich verfolge Deinen Blog nun schon seit den Anfängen.

    Mich hatte die MS nach ganzen 16 Jahren Ruhe, ( hatte mit 20 Jahren MS bekommen, aber hatte damals nur drei ganz leichte Schübe, alles ging damals wieder weg, bin jetzt vor einer Woche 40 geworden ) vor genau einem Jahr mit einem Hammer Mega Schub von einem EDSS von 0,0 auf einen EDSS Score von 9 katapultiert.

    Totalausfall wie nach einem Schlaganfall, Atemlähmung, Schlucklähmung, inkompletter Querschnitt, Pflegebett, Ausfall der Augen, Urinkatheter und Windeln.

    Ich konnte nichts mehr, auch die Arme waren weg.

    Ursache dafür war ein echt fieser Herd im Hirnstamm, der trotz Kortison immer größer statt kleiner wurde.

    Ich hatte alle MS Symptome die es überhaupt gibt.

    So lag ich da und dachte ich komme nie wieder hoch.

    Hatte zuerst auch eine Depressive Verstimmung, was sicherlich auch nicht verwunderlich war, da ich vor dem Schub fit wie ein Turnschuh war, und ich war komplett mutlos.

    Die MS hatte mit all ihrer Gewalt von einem auf den anderen Tag ohne Vorwarnung zugeschlagen.
    Die Folge waren ganze zwei Monate Klinik, zwei nicht wirkende Kortison Stöße, dadurch am Ende Plasmapherese.

    Der Schub ging von September bis Januar.

    Und zu guter Letzt bin ich zu meinem Glück auch im Quellenhof gelandet, zur AHB.

    Nur durch unermüdliche Therapeuten und super Ärzte und natürlich meine super Mitpatienten dort im Quellenhof die mich bis aufs Letzte mobilisiert und motiviert haben, auch wenn mir das oft zu viel war, da ich noch mitten im Schub war und ich der Meinung war man soll mich doch einfach in Ruhe lassen, aber das wurde zum Glück einfach überhört, habe ich es geschafft nun wieder auf einen EDSS Score von 3,5 zu kommen.

    Aber ich habe den eisernen Willen erst wieder lernen müssen und erst nach einiger Zeit das Kämpfen wieder angefangen, es aber bis jetzt, ein Jahr später, durchgehalten.

    Und genau ein Jahr hat es auch gedauert bis ich mich von dem schweren Schub erholt hatte.

    Zwar sind Behinderungen zurückgeblieben und es fällt oft schwer das zu akzeptieren, wenn man 16 Jahre Ruhe vor dieser schrecklichen Krankheit hatte, aber ich versuche auch das Beste daraus zu machen und genieße jetzt jeden Tag als wäre es der Letzte, denn man weiß ja leider nie wann alles, was man sich hart und mühsam zurückerkämpft hatte, wieder mit einem Schlag vorbei ist.

    Jedenfalls ist die AHB im Quellenhof mit das Beste was mir im letzten Jahr passiert ist und ich bin sehr dankbar dort hingeschickt worden zu sein.

    Und ich liebe auch den Kurpark, er ist wunderschön.

    Toll, dass Du auch kämpfst.

    Ich werde das nächste Mal auch von Anfang an sofort anfangen kämpfen, denn es lohnt sich!

    Ich kann sogar an guten Tagen wieder Nordic Walking machen.

    Habe zwar auch schlechte Tage und die Fatique hat mich unter ihrer Fuchtel, aber ich lass mich nicht mehr unterkriegen!

    Ich ziehe mich aus jedem noch so tiefen Loch wieder raus.

    Man darf niemals aufgeben!

    Ich mache seit der AHB progressive Muskelrelaxation nach Edmund Jacobson und muss sagen auch das ist sehr hilfreich, das ist auch etwas was ich vom Quellenhof mitgenommen habe.

    Und ich gehe brav seit einem Jahr zweimal in der Woche zur Physiotherapie.

    Ohne das alles wäre ich nicht wieder „Auf die Beine gekommen“!

    Viele liebe Grüße an mein „Glück im Unglück“, den Quellenhof in Bad Wildbad und an Dich, liebe Christine.

    Mach weiter so!

    Sagen wir unserer ungebetenen Mitbewohnerin der „Miss Sabotage“ immer wieder aufs Neue den Kampf an und schmeißen sie in hohem Bogen raus. Und wenn sie dann irgendwann wieder vor unserer Türe sitzt eben auch wieder.

    Lassen wir sie nicht zu sehr in unseren Lebensraum rein, dann haben wir wenigstens in uns drinnen ein wenig Ruhe vor ihr!

    Herzliche mitfühlende Leidensgenossinnengrüsse,
    Deine Caroline

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Caroline,
      das hört sich wirklich schlimm an und manch Außenstehender kann es gar nicht nachvollziehen, wie von heute auf morgen das ganz normale Leben nicht mehr vorhanden ist und mit was für einem Kraftaufwand man sein Leben meistern muss. – Ich freue mich sehr für Dich, dass Du das alles so hinbekommen hast. Super, Hut ab! 👍und wenn man dann noch tolle Ärzte, Therapeuten, Leidensgenossen in der Reha hat, dann ist es noch viel besser. Ich finde immer, egal wie, es muss weitergehen. Klar ist nicht alles einfach und schön, auch ich könnte mich oft vor Wut in die Ecke knallen…, aber mein Kämpferherz sagt: NEIN mach weiter, auch wenn der EDSS bei 6 liegt.. Mal schauen was ich noch retten kann …
      Alles Gute für Dich,
      Deine Christine!

      Gefällt 1 Person

  2. Normalerweise wird mein Briefkasten nur mit Rechnungen gefüttert und alle privaten Botschaften gibt es nur noch virtuell. Mit deinem Beitrag hast du mich wieder daran erinnert, wie schön es eigentlich ist, auf „altmodische“ Weise Nachrichten zu bekommen. Wenn man merkt, dass sich der Absender wirklich hingesetzt und Zeit genommen hat, statt nur zwischen Tür und Angel ein paar Abkürzungen in sein Handy zu tippen. Du hast mich auf jeden Fall dazu inspiriert, Block und Stift hervor zu holen und ein paar Briefkästen von lieben Menschen in meinem Leben zu besuchen 😉

    Ich wünsche dir alles Gute und weiterhin so schöne Post! 🙂

    Liebe Grüße,

    Alice

    Gefällt 1 Person

  3. Golfballrot

    Liebe Grüsse von Felix und Otto! Ist ja toll, dass Du mein Bild veröffentlicht hast. Ich freue mich sehr, dass Du es so schön interpretiert hast. Werde bald gesund. Wir brauchen Dich zum Spielen. Einen dicken Schmatzer. Deine Neffen

    Gefällt 1 Person

  4. Erwin Nisch

    Die Zukunft hat viele Namen.
    Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare.
    Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.
    Für die Tapferen ist sie die Chance.
    Victor Hugo

    Liebe Christine,

    du steckst den Kopf nicht in den Sand, nimmst deine Chancen wahr und schaust nach vorne – so kennen wir dich.

    Herzliche Grüße

    Erwin

    Gefällt 1 Person

  5. Heike

    Liebe Christine,
    das Leben geht weiter und Du entscheidest wie!
    1. Entscheidung war Cortison
    2. Entscheidung die AHB
    und was folgt ist die persönliche Grundeinstellung:
    Nichts kann so schlimm sein, dass wir nicht versuchen das Beste daraus zu machen!
    Du bist mal wieder auf einem guten Weg. Ich hoffe Dich bald wieder persönlich zu sehen, genieße die Zeit!
    Deine Heike

    Gefällt 1 Person

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