Struktur …

ist ein großes Wort und es versteckt sich so viel mehr dahinter.

structura-Latein bedeutet: Zusammenfügung, Bauart, Sinngefüge.

Lt. Duden bedeutet Struktur:  Anordnung der Teile eines Ganzen zueinander, innere Gliederung, gegliederter Aufbau usw..

Mit dem Wort Struktur verbindet man die Wörter wie Mechanismus, Ablauf, Form, Prozess.

Und ich persönlich verbinde mit dem Wort Struktur noch viel mehr…

Multiple Sklerose bedingt, habe ich meine Struktur, meinen Tagesablauf immer weiter verloren. Ich denke, ein ganz normaler Prozess bei dieser und auch vielen anderen Erkrankungen.

Der Alltag wird mit zunehmender körperlicher Einschränkung aus den Angeln gehoben, das aufgebaute Gerüst bröckelt, stürzt ein und verschwindet.

Sehr schmerzlich und nicht immer lustig. 😦

Auf einmal geht man nicht mehr selbstverständlich zur Arbeit, zur Uni, zu den alltäglichen Verpflichtungen und Terminen. Auf einmal ist alles anders und man gerät in einen anderen Kreislauf, der nicht immer nur förderlich ist.

Deshalb habe ich für mich festgestellt:

Ich brauche dringend Struktur in meinem Alltag, ansonsten drehe ich am Kabel und mutiere zur Schlaftablette ….

Und so sieht meine neue Struktur aus:

Erst einmal stehe ich jeden Morgen zeitig gegen 7.15 Uhr auf, um mich dann an mein Motomed zu schwingen, um danach zu frühstücken und mein kleines Sportprogramm durchzuführen … schließlich muss ich irgendwie die restliche „Beingeschmeidigkeit“ ein wenig erhalten…

Außerdem habe ich mir einen DIN A5 Tages-Terminplaner zugelegt und trage dort sämtliche Termine akribisch genau ein. Krankengymnastik, Einkauf, Friseur, Ergotherapie, Büroarbeit, Besuche usw..

Die beste Idee überhaupt!!!

Struktur

Und was soll ich Euch sagen, nur die Termine die ich dort eingetragen habe, nehme ich tatsächlich alle wahr!

Verrückt und ein wenig „balla balla“, aber mir hilft es ungemein meinen Alltag zu bewältigen, zu strukturieren, mir etwas vorzunehmen und es schlussendlich auch durchzuziehen.

Ein wenig selbst überlistet, aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel…

Und wie macht Ihr das?

Einen schönen und vielleicht auch einen strukturierten Tag wünscht,

Deine Christine!

❤️

P.S.

Keine Angst, kurzfristige Planänderungen, sowie Spontantermine baue ich natürlich auch regelmäßig ein. 😉

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43 Gedanken zu “Struktur …

  1. jetzt habe ich mir alle kommentare durchgelesen.
    struktur ist wichtig, keine frage.
    ich habe seit vielen jahren einen „fotokalender“ im wochenformat.
    links ein schönes foto mit spruch (ähnlich meinem blog) und rechts schön viel platz und die festen termine vorzuschreiben, die wöchentlich wiederkehrenden und die feste und märkte, die das jahr über stattfinden usw.

    dazu habe ich noch zettel. einkaufszettel, todo listen langfristig und todo für die woche.
    ach welchen arzt ich anrufen wollte, oder welche pflanzentips ich nachschlagen wollte, oder das ich eine datensicherung machen will.

    ich habe längst icht mehr alles im kopf und erfreue mich am listenpunktdurchstreichen – erledigt ist erledigt, auch wenn es das längst überfällige fensterputzen ist oder nur die notiz, dass ich mir zeit einräume hier im blog zu lesen 🙂

    viele grüße

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  2. Ich war immer schon ein sehr strukturierter Mensch. Dann kam ich ins Pflegeheim und musste mich einer neuen Tagesstruktur anpassen. Wir bekommen vom Haus immer Monatspläne mit den Veranstaltungen im Haus und Ausflügen außer Haus. Seit dem letzten Schub kann ich nicht mehr per Hand schreiben und gewöhnte mir so an, mein Smartphone als Kalender und für Termine und Notizen zu nutzen. Zwei Mal ist mir das Phone schon verreckt und alles war futsch. Der erste Schreck saß immer tief. Aber es geht auch ohne. Eine wichtige Erfahrung! Aber mit ist besser! 😉

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    1. Liebe Katrin! Das Handyproblem hatte ich auch schon… total ärgerlich 😡 Ich denke vorgegebene Termine sind gar nicht schlecht, dann hat man etwas Festes und man kann sich drumherum seine Termine basteln. 👍 Danke für deine Erfahrung LG Deine Christine!

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    1. Liebe Bärbel! Es verändert sich irgendwie vieles mit einer Erkrankung. Jetzt die Sonde, ich denke das muss sich erst noch einspielen. Ich drücke die Daumen, damit Ihr eure Struktur, euren Rhythmus findet. LG sendet, Deine Christine!

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  3. Liebe Christine,
    ich habe festgestellt, dass ich sehr viel besser arbeite, wenn ich meinen Tag durchdenke und mir Listen mache, die ich abhaken kann. Ich finde auch, dass es eine Erleichterung ist und man die Sicherheit aht, dass man nichts Wichtiges vergisst. Meine Termine speichere ich im Handy, das synchronisiert mit dem PC und trotzdem liegt eine Liste auf dem Schreibtisch. Bei größeren Projekten (und wenn eine Liste nicht ausreicht) hänge ich eine große wei0e Pappe an die Wadn meines Arbeitszimmers und darauf hake ich dann ebenfalls ab, was erledigt ist. Das Gefühl, wenn ich die Pappe entsorgen kann, um mich dem nächsten Projekt zuzuwenden, ist unbeschreiblich toll!
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende dir
    Regina

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  4. Oute mich hiermit offiziell als Listenschreiber. Hab mich natürlich schon dabei erwischt, mehr Zeit mit Listen-SCHREIBEN als Listen-ABARBEITEN zu verbringen. Und ja, manchmal hab ich sogar schon Freizeit in Listen explizit einplanen müssen, weil sonst kein Platz mehr war *grml*

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  5. Ich brauch unbedingt Struktur in meinem Alltag und fühle mich dann nicht so verloren. Schreibe mir auch alles in meinen Terminplaner. Früher ging auch gerne mal etwas spontan, heute leb ich nach dem Motto :Ich bin gern spontan, man muss mir nur rechtzeitig Bescheid sagen 😀

    Ein schönes Wochenende

    Linda

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  6. Ich verfahre ähnlich. Heute habe ich frei und mir eine Liste dessen gemacht, was ich tun will/muss. Dabei versuche ich realsitisch einzuschätzen, was machbar ist und wenn ich heute Abend mein Plansoll erreicht habe und meine „Taten“ als erledigt vermerkt sind, stellt sich ein Gefühl der Zufriedenheit ein.

    Liebe Grüße und einen gut geplanten Tag,
    Anna-Lena 🙂

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    1. Liebe Ann, so ergeht es mir auch…. wir haben ja so einige Gemeinsamkeiten 😉 für mich steht der Satz: Wer schreibt der bleibt… egal ob in der Schule, im Alltag… so bin ich und so bleibe ich wohl auch… hihi LG und ein schönes Wochenende für Dich meine liebe Ann

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  7. Heike

    Liebe Christine,
    ich habe mein Leben auch derart vorgeplant. Und wenn ich das Haus verließ war der Planer mein Begleiter! Alles stets zu Hand: Terminplan, Adressen, Schwerbehindertenausweis, sowie Visiten- und andere Kärtchen. Für jeden Fall gerüstet – und gefühlte 3 kg mehr in der Handtasche und auf der Schulter!
    Heute habe ich alles im Handy und daheim den Familienplaner, damit auch für 2 Personen alle einzelnen und gemeinsamen Termine passen😊
    Ein entspanntes Wochenende wünscht Deine Heike 🌷☀️🌷

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  8. Ich mag Termine gar nicht, komme aber nicht umhin. Dafür habe ich wie du einen Filofax. Spontanität mag ich sehr und am liebsten lasse ich mich in den Tag treiben und folge meinem Gefühl. Seltene, wertvolle Tage. Schönes Wochenende liebe Christine

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