Mama, was ist behindert? — wheelymum

Was ist eine Behinderung? Wie erkläre ich das (m)einem Kind? Muss ich diesen Begriff einem Kind erklären? Es gibt viele Fragen zu diesem Thema. Gibt es auch (richtige) Antworten? Kaum ein Kind wird die Frage so stellen, wie ich sie in der Überschrift gestellt habe. Kinder die mit anderen Kindern – auch mit behinderten Kindern, […]

via Mama, was ist behindert? — wheelymum

🙂

Was ist Behinderung?

Ein sehr schöner Text von der wunderbaren wheelymum , den ich einfach teilen muss, da ich auch schon solche Szenen live erlebt habe…. Reden hilft bekanntlich.

Traut Euch!!!

Warum?

Damit unsere Kinder früh genug aufgeklärt werden und keine unnötigen Berührungsängste entstehen. 🙂

Habt Ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?

Vielen Dank für diesen wunderbaren & ehrlichen Beitrag!

Deine Christine!

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31 Gedanken zu “Mama, was ist behindert? — wheelymum

  1. Ich finde, dass wir alle mittlerweile so bestrebt sind politisch korrekt zu sein, dass sich Mauern oft ganz unbewusst bilden. Die Fragen kommen auf, ob man belehren muss den Ausdruck nicht zu verwenden oder ob es eine Bezeichnung gibt die schöner klingt, sollte man denn genau jetzt darüber reden und vor allem was sage ich? Auch ich finde den oben genannten Ansatz Grenzen zu überwinden und Brücken zu schlagen toll. Warum nicht das Kind selbst den Kontakt suchen lassen. Vielleicht kann man mit dem Kind selbst noch etwas über Menschen mit Behinderungen erfahren und ich habe oft erlebt, dass diese Menschen ihre Selbstständigkeit sehr schätzen und eben nicht als arme Randgruppe wahrgenommen werden möchten. Ich glaube, dass Kinder durch den Kontakt verstehen können, dass Menschen mit Behinderungen nicht anders sind als jeder andere Mensch, mit seinen eigenen Problemen und Freuden.
    Liebe Grüße
    Grinseerbse

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, die Menschen mit Handicap wollen selbstbestimmt leben, so gut es eben noch geht, wollen ERNST genommen werden und sicherlich keine Randgruppe sein. Da stimme ich Dir voll und ganz zu. – Kinder sind so herrlich wertfrei und haben keine Hemmungen. Sie sagen dir ehrlich was sie meinen ohne Hintergedanken und können meist sehr gut mit Menschen mit Handicap umgehen.
      Danke für Deinen schönen Kommentar.
      Liebe Grüße sendet, Deine Christine!

      Gefällt mir

  2. Ja , ich erlebe das sehr oft . Wenn Kinder ihre Mütter fragen : Warum hat die denn da einen Stock dabei ? Ist das den Müttern oft sehr unangenehm , viele drehen sich weg , fangen an zu flüstern .
    Es ist doch gar nichts schlimmes dabei , einem Kind zu erklären für was dieser weisse Stock ist . Dafür muss man sich nicht schämen und auch kein Mitleid haben .
    Ich habe Mitleid mit all jenen Menschen due nicht in der Lage sind ihren Kindern Dinge einfach normal , wie sie sind zu erklären.
    Wenn ich eine oben beschriebene Situation erlebe und nerke das der Nutter das unangenehm ist , schreite ich ein und erkläre es einfach dem Kind .
    Meist lockert das die ganze Situation auf und die Mutter wird auch lockerer . Ich denke das ist bei vielen Menschen einfach Verunsicherung . Aber wie sollen aus den Kindern von heute offene Erwachsene von mirgen werden wenn ihre Eltern so verunsichert mit Behinderungen umgehen ?
    Liebe Grüsse Anja

    Gefällt 3 Personen

    1. Liebe Anja!
      Das sehe ich auch so. Meist sind es die Eltern, die Angst und Komplexe haben, um auf uns zuzugehen. Deshalb finde ich gerade diesen Beitrag von wheelymum so genial, da doch fast alle Menschen mit Handicap diese oder ähnliche Situationen kennen. Ich wünsche mir mehr Normalität im Alltag mit Menschen mit Handicap. Dir wünsche ich einen schönen Tag, vielen Dank für Deine Sicht der Dinge.
      Herzliche Grüße sendet,

      Deine Christine! 😃

      Gefällt 2 Personen

  3. Ich hatte schon mehrere solche Situationen, als unser Sonnenschein als stehen blieb und die betroffenen Leute unverholen angeschaut und dann gefragt hat. Da es für mich keine Normen gibt, auch keine Hemmungen existieren können. Die betroffene Person gegragt, ob sie möge erzählen, warum der Rollstuhl benötigt wird. Oder die betreuende Person bei Sprachunfähigkeit. Zum Schluss in allen Fällen eine Kommunikation zustande kam, auch ohne klaren Worte. Freudige Laute vom Gegenüber und Lachen und Winken unsereseits. Jedoch nicht jeder Betroffene sich selbst mit Akzeptanz begegnet und so auch schon Abweisung erfahren. Das soll dann aber nicht unser Problem sein ;-)! Hg, Nora

    Gefällt 4 Personen

  4. Ich glaube, viele Menschen sind einfach unsicher. Die wollen weder ihre Kinder, noch sich selbst schützen, sondern da kommt häufig der „Dieser arme Mensch!“-Gedanke, gepaart mit „Mein Kind muss ihn da jetzt nicht noch dran erinnern, indem es ihn/sie anquatscht!“ Deswegen werden die Kinder dann weggezerrt, weil sie Fragen stellen 😉

    Vielleicht ist es sogar Empathie? Man stellt sich vor, wie oft ein Mensch im Rollstuhl/an Krüken/mit Rollator/mit Blindenstock/etc. schon von anderen Menschen angesprochen wurde und denkt sich „Also zum 10.000mal will er/sie das sicherlich nicht erörtern müssen.“

    Ich kenne das Problem der Unsicherheit auch und denke, damit bin ich nicht allein: Ich stand letztens am Bahnhof und sah einen Mann mit Blindenstock. Was tun? Muss man überhaupt etwas tun? Möchte er Hilfe und nimmt diese dankbar an, wenn man auf ihn zugeht? Oder kommt er ganz allein klar und denkt sich „Zum Henker, ständig sprechen mich alle an, als ob ich nicht wüsste, was ich tue.“

    Gefällt 5 Personen

    1. Ich weiß nicht, ob Kinder „wertfrei ehrlich“ sind. So lange sie nur in deinem Einflussbereich aufwachsen, vielleicht. Aber spätestens mit der Schulpflicht ist das dann vorbei und dein Kind kommt mit Floskeln wie „Der Kevin-Justin ist ein voll behinderter Spast, aber ehrlich, Mama. Der hat …“ an und du redest dir dann die Lippen fransig, dass so eine Wortwahl nicht geht.
      Wahrscheinlich bin ich wirklich völlig outdated und oldfashioned, aber zu unserer Zeit haben wir gesagt, dass der Markus ein Arsch mit Ohren ist und die Andrea eine blöde Kuh, Zimtzicke oder Petzliese wenn die genervt haben. Aber manche Kinder scheinen heute wirklich nur noch mit unterschubladigsten, am besten noch sexualisierten Gossenbegriffen schimpfen zu können.
      Ich weiß nicht, liegt es daran, dass sie sich unter „behindert“ nichts (mehr) vorstellen können?

      Gefällt 3 Personen

      1. kinder unlimited

        Ich meinte mehr, wenn ein Kind zum ersten Mal einen behinderten Menschen sieht, fragt es offen, warum er/sie etwas nicht kann oder anders laeuft o.ae. Die „verunsicherte“ Stimmung, der ungelenke Umgang kommt meist durch die Eltern, die nicht richtig zu reagieren wissen…meine Kinder hatten eher wissenschaftliches Interesse, als eine Freundin ein behinderten Kind bekam……in der Schule ist das sicher anders, da herrscht auch Gruppendruck!

        Gefällt 2 Personen

      2. Liebe Katharina!
        Jetzt musste ich echt lachen. Ich kenne auch noch:“ Arsch mit Ohren oder Petze oder Zimtzicke“, da kommen lustige Erinnerungen hoch. 😉 Wir wären nie auf die Idee gekommen Spast, Behindo oder ähnliches zu sagen. – Andere Zeiten, andere Generation, aber gerade deshalb muss man die Kinder sensibilisieren bzw. den Eltern zeigen, wie es auch anderes geht. – Ich habe auch live erleben müssen welch negative Einflüsse aus der Schule kommen können… mein Sohn hat alles mitgebracht was ging. – Das ist zwar auch schone eine Weile her, aber ich finde die Schimpfwörter und Bezeichnungen werden leider immer schlimmer und da ist Spast noch harmlos…. Leider.
        Ich hoffe und wünsche mir, mehr Aufklärung! Wir werden sehen… liebe Grüße an Dich,
        Deine Christine!

        Gefällt 1 Person

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