Rehacare Teil III

Ich könnte wirklich noch 100 Berichte über die Rehacare schreiben, da ich echt begeistert bin…

Heute berichte ich über weitere Fortbewegungsmöglichkeiten.

Den Anfang macht ein cooles Gefährt. Quasi ein selbstbalanciertes Segway für Rollifahrer. Über die Oberkörperbewegung wird es gelenkt und macht einen Heidenspaß 😊👍. Darf ich vorstellen: Genny.


Nach einer kurzen Einweisung durfte ich das Gefährt testen und bin wirklich schwer begeistert…


Oberkörper hin – und herbewegen geht ja zum Glück noch und Rumpf ist hier definitiv Trumpf.

Der Funfaktor liegt bei 10 von 10 Punkten. – Die Anschaffungskosten sind hoch.

+++

Danach habe ich den unfassbaren Rollstuhl „radius“ der Firma Desino getestet. Ein „Handhebelrolli“ der durch Armbewegungen à la Crosstrainer angetrieben wird, zusätzlich wird die Hüfte beim fahren hoch- und runter bewegt.

Ergebnis: Ein leicht schwingender, natürlicher Bewegungsablauf, der die Wirbelsäule, die Muskulatur und das lymphatische System gleichermaßen mobilisiert.

Zuerst ein wenig gewöhnungsbedürftig, dann aber ein wirklich neues Fahrgefühl. Sehr innovativ 👍😊 10 Punkte.

Besonders Reha-Einrichtungen sollten so etwas im Angebot haben!

+++

Mein Favorit ist bis jetzt das my skate von rehability. Vor Ort direkt getestet und leider verpasst ein Foto damit zu machen.

Dafür mit dem sympathischen Thomas Weinsheimer (Filiale Heidelberg), der die Geschosse vertreibt und für weitere Fragen gerne bereit steht. Einige Krankenkassen bezuschussen/übernehmen die Kosten sogar.


Hier nun ein Foto vom Prospekt:

Das my skate ist mit wenigen Handgriffen an den Rollstuhl montiert und fährt sich wie ein E-Bike mit Mofa Charakter 😉 Voll chillig und der Spaß ist wirklich vorprogrammiert. Besonders gut geeignet für Kopfsteinpflaster.

Zusätzlich kann man den Antrieb im Handgepäck verstauen… genial.

10 Punkte 🙂

+++

Außerdem habe ich noch dies gefunden:

Viele von uns MS Patienten können nur noch ein paar Schritte gehen, wenige Stufen erklimmen …

Um das weiter zu trainieren hat die norwegischen Firma Assistep den Treppenassistenten entwickelt.

Schnell montiert, sicher in der Handhabung und für MS Patienten, sowie für alle anderen Menschen, die Probleme beim Treppensteigen haben, eine echt gute Alternative. 10 Punkte und alle Daumen hoch.

So ein Teil sollte in jeder Rehaeinrichtung für mindestens 1-2 Stockwerke montiert werden! Super 👍👍


Da wird die Treppe zum Übungsobjekt und nicht zum Schreck des Tages. 👍

Mit diesen vielen Eindrücken verabschiedet sich für heute,

Deine Christine!

Vielleicht ist ja auch etwas für Dich dabei.

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41 Gedanken zu “Rehacare Teil III

    1. Liebe Ute,
      das kommt natürlich auf die Treppe und deren Länge an. Es geht ab 2500 € los, aber die Firma ist sehr hilfsbereit und gibt zügig Auskunft. Gerne stelle ich einen unverbindlichen Kontakt her 😉.
      Einen schönen Abend wünscht,
      Deine Christine!

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  1. Liebe Christine,
    das steckt ja richtig an, wie Du darüber berichtest!
    Herzlichen Dank für diesen weiteren sehr interessanten Bericht!
    Segway fahren im Sitzen wäre ja sogar für mich ein verlockendes Erlebnis …

    Lieben Gruß, M.!

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  2. Golfballrot

    Nicht schlecht Herr Specht! Laß Dir doch mal so ein Treppengefährt bei Dir selbst einbauen!!! Das wäre doch ein kleiner Lösungsansatz und trainiert Dich noch zusätzlich 🙂
    Ein wirklich interessanter Artikel. Was es nicht alles gibt! Weiter so….

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  3. Du hättest es gar nicht erwähnen müssen: deine Begeisterung von der Rehacare liest man aus jedem deiner Beiträge heraus 😉! Ich habe nur ein wenig das Gefühl, dass die innovativen Hilfsmittel, die du beschreibst, zum Teil unerschwinglich teuer sind. Das wäre einfach sehr schade.
    Liebe Grüße, Achim

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    1. Ja lieber Achim,
      ich bin voll begeistert und werde die nächste Messe auch besuchen. Nicht nur die neusten Innovationen sind spannend, sondern auch die netten Menschen, die sich dahinter verbergen. Klar sind die meisten Hilfen unbezahlbar, aber auch im gesunden Leben kann sich nicht jeder einen Porsche leisten 😉 …
      Liebe Grüße zurück 💕

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  4. Man sieht dir deine Freude beim Testen förmlich an.
    Wäre ich in jüngeren Jahren körperbehindert auf einen Rollstuhl angewiesen gewesen, hätte ich bestimmt auch solche coolen Teile getestet.
    Passiert es mir jetzt, reichte der „Mut“ sicher nur noch für einen normalen oder bestenfalls für einen Elektrorollstuhl, aber nicht in meiner Wohnung, weil ich noch 8 Stufen vom Fahrstuhl aus hoch- oder runtergehen muss.
    Gute Nacht sagt Clara

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    1. Oh liebe Clara, dann genieße das gesunde Leben … steige Treppen, geh zu Fuß. 👍😊 Wenn man gehandicapt ist und der Leidensdruck groß genug ist, damit man raus kommt, mitmachen kann, dann werden die meisten Menschen aktiv. Ich hatte das große Glück, gleich die richtigen Leuten zu treffen, die mir die „Angst“ vor dem Rolli genommen haben und mir die positiven Dinge aufgezeigt haben. Man wächst mit seinen Aufgaben/ Einschränkungen 😉
      Einen schönen Tag wünscht,
      Deine Christine

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  5. Hallo Christine

    Ich danke dir für deinen bericht von der Rehacare es gibt da wirklich tolle sachen.
    Das my skate ist wirklich ein heisses teil praktisch und kompakt.
    Als der mann damit mit der rolltreppe runterfuhr habe ich gestaunt das sowas überhaupt möglich ist.

    Lg Joan

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    1. Liebe Joan,
      sehr gerne. Das my Skate macht wirklich Laune und ist eine gute Möglichkeit vorwärts zu kommen.
      Thomas kann damit super umgehen und die Videos auf youtube zeigen ja wunderbar die vielen Einsatzgebiete.
      Alle Daumen hoch und vielleicht eine Überlegung wert, dies anzuschaffen.. Ich werde es auch noch einmal Probe fahren.
      LG Deine Christine ❤

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  6. Es ist sehr beeindruckend, was es für Möglichkeiten gibt.
    Leider aber, wie es mit allem so ist, nur für finanzstarke Personen.
    Denn selbst, wenn die Krankenkassen ein Zuschüsschen geben, reicht dass bei Weitem nicht!
    Es macht mich immer wieder traurig, wenn ich bei Anfragen auf die Aussage treffe: Das zahlt die Kasse nich.
    Krank sein ist nichts für arme Menschen, sie sind doppelt benachteiligt! Es ist eine Schande und das ist die Realität!

    Trotzdem, danke für Deinen Beitrag liebe Christine!

    LG Babsi

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    1. Das stimmt liebe Babsi und ist ja eigentlich auch unverständlich. Die, die solche Möglichkeiten nutzen möchten, können es meist aus finanziellen Gründen nicht…
      Aber das my skate wird von einigen Kassen ganz übernommen…. ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
      LG Deine Christine! ❤

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  7. Super dass es solche Veranstaltungen gibt und man die neuesten Geräte auch direkt ausprobieren kann. Ist mit Sicherheit für jeden eine Bereicherung der leider sowas für das tägliche Leben benötigt. Hoffentlich besuchen solche Ausstellungen oder Messen auch die Krankenkassen um dann doch die „ein oder anderen“ Kosten zu übernehmen ! Ich persönlich wünsche es dir !!!

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      1. Ja, lieber Manni, irgendwie hat sich das überschnitten, aber wir haben es ja jetzt geklärt…
        Die Rehacare ist in der Tat eine tolle Veranstaltung, wird auch sehr, sehr gut besucht. Ich denke nicht nur die Leute, die ein Handicap haben sind dort, sondern auch Ergotherapeuten, Ärzte, Krankenkassen, alle die, die in irgendeiner Form damit zu tun haben.
        Das ist auch gut so. Leisten kann man sich meist wenig davon, aber auch das ist die Normalität.
        Nicht immer einfach, aber so ist es.
        LG an Dich 🙂

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      2. Ich war kürzlich Freitag Abends bei uns in der Notaufnahme ( Klinik ). Was ich da gesehen habe hat mich schockiert. Ich bin kein Arzt, aber ich möchte behaupten dass hier mind. 50 % gesessen haben, die waren keine Notfälle. Die hätten auch am Montag zum Hausarzt ect. gehen können. Für die richtigen Notfälle wird die Zeit gestohlen und unnötig Geld kostet dies auch. Dieses Geld könnte man wirklich in Dinge investieren (wie in deinem Fall ) für Patienten denen man den Alltag erleichtern kann und die viele viele Jahre mit ihrer Krankheit leben m üssen. !!!!!

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      3. Leider gibt es viele solcher Patienten und ich finde auch, das ist nicht fair. Die, die wirklich ein Notfall sind, denen soll zügig geholfen werden. Die, die nur so kommen, da es besser paßt, denen sollte man ein Bußgeld auferlegen…. Unfassbar so ein Verhalten, ähnlich wie die falsch Parkerei. LG

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      4. 20 Euro schrecken die Leute nicht wirklich ab zur Notfallsprechstunde zu gehen….
        Vielleicht sollten es 50 €uro sein. Für die, die wirklich ein Notfall sind werden später die 30 Euro rückerstattet und dann mal sehen wie es wird 😉 Mein Vorschlag.

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      5. Huch, dass mit dem Wünschen war Manni!

        Ich bin der Meinung, dass sollte für alle, die davon Abhängig sind möglich sein! Und dazu müsste man die Fallpauschalen Regelung als erstes ändern, denn wer da die großen Nutznießer sind, wissen die Kranken, sie sind es nicht!

        LG Grüße Babsi

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      6. Das hat sich alles überschnitten… werde ich sofort ändern. 😉

        Liebe Babsi wir wissen beide wie der Hase läuft und was es für Möglichkeiten gibt.
        Wir machen trotzdem das Beste draus und schauen uns nach Möglichkeiten um.
        LG Deine Christine!

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      7. Ist doch nicht schlimm!
        Natürlich machen wir das Beste draus, nur sollten die Leute auch mal richtig informiert werden, wie es in Wirklichkeit, in dem ach so reichen Germany läuft. Selbst in Talkshows wird da nicht die ganze Wahrheit berichtet.
        Das Sanitätsgeschäft, ist in jedem Fall eine Goldgrube!

        So, bitte verzeih meine emotionale Reaktion, es ist ja super dass es diese Möglichkeiten überhaupt gibt!

        ❤Grüße Babsi

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      8. Liebe Babsi,
        kein Problem, da es ja wirklich sehr häufig zum Mäuse melken ist und man nicht weiss, wie man das bewerkstelligen soll.
        Es wird nicht gerne über Kosten gesprochen… so ist das Leben.
        Du bist immer herzlich Willkommen mit jeder Emotion meine liebe Babsi.
        Grüße zurück ❤

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