Funkstille 

Tolles Wetter, ein ganz normaler verkaufsoffener Sonntag.

Ein Treffen mit meiner Freundin, why not? Ein paar Mal hin- und hergesimst und das Treffen steht.

Schnell aufgebrezelt, ab ins Auto, los geht’s. 

Die erste Ernüchterung kam nach einigen Metern… Vollsperrung, Umleitung über die Autobahn. Naja, kein so großes Dilemma, aber dann der große Stau.

Kein Problem in der heutigen Zeit, schnell das Handy gezückt und Bescheid gesagt. Aber wo ist das verdammte Ding? Wo ist mein Handy?

Eine kurze Panikwelle durchrauscht meinen Körper, hektische Flecken machen sich breit, ein kurzer Schweißausbruch krönt die Gesamtsituation. Doch dort wo ich das Handy vermute ⇒Fehlanzeige, einfach nur Funkstille.

Nach kurzem Unwohlsein und hektischen Gedanken komme ich langsam runter. Ruhig Brauner, ruhig. Was soll’s? Was wird passieren ? Nichts.

Meine Freundin wird erst einmal warten, dann versuchen mich per Handy zu erreichen, um dann schlussendlich doch noch weiter zu warten. Irgendwann, natürlich nicht pünktlich, komme ich an.

Wie abhängig wir doch von unseren Handy’s, den digitalen Medien sind. Klar, wenn man einen Blog hat, kann man auf solche Kanäle nicht verzichten und muss dies in Kauf nehmen.

Aber ich habe die heutige Funkstille von Minute zu Minute mehr genossen. Kein ständiges beantworten von whatsapp, iMessage oder Facebook Nachrichten.

Keine Anrufe. Einfach nur Ruhe.

Off sein und den schönen Herbsttag genießen. Den Panflötenspielern in der Fußgängerzone lauschen, einige Geschäfte durchstöbern und in Ruhe einen leckeren Kaffee trinken. Herrlich. 👍 Entspannung pur.

Es war ein schöner Tag, es war ruhig und tiefenentspannt, so, wie ein Treffen unter Freundinnen sein sollte.

In Zukunft werde ich öfter mal off sein.

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Einfach für ein paar Stunden nicht zu erreichen sein. Irgendwie wie früher, als es noch Telefonhäuschen gab … 😉

Wie ergeht es Euch mit den digitalen Medien? Wird es Euch manchmal zu viel?

Auch wenn ich durch meine eigene Schusseligkeit, quasi gezwungenermaßen off war, ich habe es sehr genossen…

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Tag,

Deine Christine!

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Photo by pixabay

 

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61 Gedanken zu “Funkstille 

  1. Pingback: "Funkstille" – by Christine | Ich sag' mal ...

  2. Ich mag nicht gern komplett ohne Handy unterwegs sein, Christine. Es ist ein blödes Gefühl, im Fall der Fälle (Notfall) nicht erreicht werden zu können von Mann, (großen) Kindern, meiner Mutter .. Doch ich nutze es aktiv extrem wenig. Es ist meist stumm geschaltet oder wenn es auf laut steht, dann sind zumindest die Benachrichtigungstöne von sozialen Netwerken sowie dem Blog deaktiviert. Das macht mich sonst kirre. Manches ist bewusst erst gar nicht mit dem Handy in Verbindung.
    Ich schaue bei Gelegenheit drauf, schalte dann auch Kommentare frei, doch antworten, Artikel lesen, Mails schreiben etc., das erfolgt alles nur daheim vom Laptop aus. Anrufe kommen darüber nicht viel rein, zum Glück.
    ich denke, Handy bewusst daheim lassen ginge vermutlich, aber unterwegs erst feststellen, dass es nicht dabei ist und keiner davon weiß, das wäre nicht so mein Ding. ^^

    Freut mich sehr, dass es sich für dich nach anfänglicher Aufregung und mulmigem Gefühl doch zu einem solch entspannten und netten Tag mit deiner Freundin entwickelt hat.

    LG Michèle

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    1. Ja, zuerst ein wirklich mulmiges Gefühl und Unbehagen, da ich ja manchmal auf Hilfe angewiesen bin und diese auch über das Handy hole. – Dann aber auch wirklich schön, ungestört den Tag zu genießen.
      In Zukunft passe ich besser auf und stelle es einfach in den Flugmodus.
      Liebe Grüße an Dich 🙂 und einen schönen Abend, Deine Christine ❤

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  3. frauenpowertrotzms

    Liebe Christine,

    einen ähnlichen Artikel habe ich vor einem Jahr auf meinem Blog auch geschrieben und wollte gerade heute ein Beitrag schreiben, wie ich die Ruhe hier genieße. Aber du glaubst nicht, wie die Leser damals in FB über mich herfielen :O :/ ?! Zerrissen wurde ich, wie kann ich nur so etwas schreiben, ohne Handy zu sein, ohne PC…

    ich sage nur Hilfe und schalte jetzt aus >3
    Liebe Grüße
    Caro

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    1. Liebe Caro,
      das Gute ist: wir können schreiben was wir wollen, unsere Meinung äußern. Zum Glück.
      Jeder hat halt eine andere Meinung / Einstellung und das ist auch gut so.
      Ich denke nicht immer erreichbar sein, nicht immer on sein, hat auch was mit Achtsamkeit sich selbst gegenüber zu tun.
      Und vor allen Dingen wir mit MS, müssen aufpassen und besonders achtsam sein…. mit uns und unserem Körper.
      Ich wünsche Dir auch Erholung und Ruhe, dann wenn Du sie benötigst.
      Liebe Grüße sendet,
      Deine Christine ❤

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  4. Das handy brauch ich nur für unterwegs zu hause wird es abgeschaltet da bin ich per mail zu erreichen aber nur von den leuten wo es wirklich wichtig ist.
    Meine handynummer haben nur gute freunde meine geschwister und meine nichten und neffen.

    Liebe grüsse

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  5. Monika

    So ein Handy hat was, immer erreichbar, kontrollierbar, ständig ansprechbar. verfügbar für beide Gesprächspartner. Respektlos, Übergriffig, Vereinnahmend, und, und, und…….Schlafstörend, fast täglich.
    Aber in manchem, auch hilfreich. Fluch und Segen des Fortschritts. Wie gut mit unter menschlich zu sein, – vergisst -, stummschaltet, etc. Ich habe immer eine Wahl.
    In dem Sinne, gute Nacht
    Monika

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    1. Lars Scherzberg

      Hallo zusammen,

      Fluch und Segen zugleich trifft es! Ich muss ganz ehrlich gestehen ich könnte ohne mit Sicherheit Leben, allerdings wäre es nicht mehr so einfach. Aber es fehlt einfach immer mal wieder die Ruhe. Das merkt man, wenn man gerade angestrengt ein Buch liest und es ist gerade sehr spannend allgemein und plötzlich klingelt das Handy. Also ab und zu einfach mal Flugmodus gehen denke ich tagsüber nicht verkehrt

      Gefällt 2 Personen

      1. Hallo Lars,
        der Flugmodus ist eine sehr gute Idee… schnell eingestellt und übrigens in diesem Modus soll der Akku schneller aufladen…😉 habe ich gehört. Fluch und Segen trifft es ganz genau. Einen schönen Tag wünsche ich Dir

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  6. Wir sind doch alle ohne Handys groß geworden, oder? Und – wir haben es überlebt!!!
    Mit meinem Smartphone gehe ich gar nicht in meine Blogs. Ich telefoniere, bin bei Whats App und bin im Notfall erreichbar. Mehr will ich nicht.
    Gute Fotos macht mein Smartphone sowieso nicht.

    Handy gehört für mich zur Notfallversorgung.
    Zuhause habe ich meinen Computer, den ich auch nur zu Hause bediene.
    Was mich eher in Panik versetzt ist, wenn ich ohne Kamera unterwegs bin. Mir könnte ja ein schönes Motiv durch die Lappen gehen…

    Lieben Gruß
    Anna-Lena

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Anna-Lena,
      so hat jeder eine eigene kleine Panikwelle bereit.
      Für mich ist das Handy auch so eine Art Hilferufknopf, falls ich stürze oder Hilfe benötige und da kann man schon einmal kurzzeitig hektische Flecken bekommen…. aber ich gebe Dir Recht:
      Wir sind fast alle ohne groß geworden, haben uns verabredet, nicht verpaßt, Hilfe geholt usw. … Vielleicht wird das Handy in der heutigen Zeit auch überbewertet…
      Ich bin zwar auf der einen Seite sehr begeistert davon, auf der anderen Seite freue ich mich auch, wenn es einfach mal AUS ist.
      Liebe Grüße an Dich,
      Deine Christine ❤

      Gefällt 1 Person

      1. Du brauchst es, ohne Frage, genau für diese Eventualitäten. Ich habe eine über 80jährige Mutter, die mich erreichen kann.
        Sicher hat das Handy seine Vorteile, aber wenn das Leben sich für viele überwiegend in der virtuellen Welt abspielt, läuft da schon was verkehrt, findest du nicht?

        Herzliche Grüße und hab eine gute Nacht 🙂 .

        Gefällt 1 Person

  7. Sternchen

    Ich fuehle mich unter Druck von WordPress, als ich letztens kein wlan hatte, fuehlte ich mich fuer einen Moment sehr erleichtert…sonst ist es fuer mich Verbindung zu meinen Kindern 😃😃 liebe Gruesse😘😘

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    1. Das ist auch wirklich wichtig mit den Kindern . Am Anfang hatte ich auch leicht ein schlechtes Gewissen wenn ich nicht täglich den Reader benutzte und alle anderen Blog Beiträge gelesen, geliket und kommentiert habe … mittlerweile sind es ziemlich viele und ich mache es nur dann, wenn ich wirklich Lust dazu habe 😊😉👍 es wird sonst einfach zu viel … wir haben ja auch noch ein echtes Leben, oder? LG 💕😊

      Gefällt 1 Person

  8. Ich lasse mein Telefon oft auf stumm in der Tasche (auch ohne Vibrieren), so bin ich einerseits nicht auf Abruf, könnte aber jederzeit um Hilfe rufen, falls ich es brauche. Manchmal vergesse ich es auch zu Hause – auch nicht schlimm …

    Gefällt 1 Person

  9. Liebe Christine,
    ich traue mich eigentlich gar nicht mehr zu schreiben, weil ich Angst habe, gleich mit einem „PLING“ bei dir „einzubrechen“ 😉!
    Ich habe mich vor einiger Zeit dazu durchgerungen, wenigstens bei unseren täglichen Spaziergängen bzw. Gassirunden das Smartphone zu Hause zu lassen oder wenn wir aus essen gehen. Das klappt sehr gut und der Verzicht fällt mir in dieser Zeit überhaupt nicht schwer.
    Liebe Grüße, Achim
    (Und jetzt ganz leise: „plingchen“)

    Gefällt 4 Personen

    1. Lieber Achim,
      ich habe nur noch über whatsapp ein Pling und einige Gruppen habe ich lautlos gestellt. Es kann sonst echt zu viel werden und raubt mir noch mehr Nerven (und die brauche ich ja schließlich ;-)).
      Ich denke in Ruhe eine Gassirunde gehen schätzt Nacho auch bestimmt.
      Liebe Grüße sendet,
      Deine Christine!

      Gefällt 2 Personen

  10. Ich habe mich daran gewöhnen müssen: Besuch meiner Kinder gibt es nur mit Blickkontakt auf ihr Handy, das natürlich in Griffnähe ist.
    Mittendrin bei Gespräche vibriert es und dann kommt ein „Bitte entschuldige kurz“.
    Vor Jahren fand ich sehr unhöflich, jetzt ist es ok.

    Ich selbst bin dem Handywahn „noch“ nicht verfallen 😉
    Dir auch einen schönen Tag!
    LG

    Gefällt 3 Personen

  11. Glycinda

    Ich mag mein Handy, meinen Laptop und den Rest. Hab mir aber angewöhnt, ganz bewußt diese Dinge auch mal wegzulassen. Einkaufsbummel gehen bei mir nur ohne. Es ist so schön, wenn mal nichts „trötet“.

    Einen schönen Tag wünsche ich Dir.

    Gefällt 2 Personen

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