Soziale Skulptur – Aufbruch ins Ungewisse

Mein Besuch im Voralbergmuseum in Bregenz hat mich zu diesem Blog veranlasst, da die Installation -Soziale Skulptur der Künstlerin Ines Agostinelli- mich sehr schwer beeindruckt hat. Aber seht selbst:

Kurz zusammengefaßt geht es um das Projekt:

Auch hier geht es um Gemeinschaft und das symbolisieren von Abheben, Ausbrechen und Aufbrechen in das Neue und Unbekannte.

Nicht nur in der Flüchtlingsfrage, sondern auch in der Krankheitsbewältigung geht es um diese Themen.

Wir brechen ungewollt aus dem normalen, gesunden Leben aus mit einer uns erst einmal völlig fremden, chronischen Grunderkrankung. Wir brechen auf in ein neues, unbekanntes Leben. Wir wissen nicht was auf uns zukommt und schweben in einem uns unbekannten Raum.

Wir sind zum Glück nicht alleine und haben ganz viele Mitflieger, gesunde sowie auch kranke Menschen …

Wir unterstützen uns gegenseitig und kämpfen gemeinsam, denn nur so sind wir stark und kommen weiter. 🙂

 

Viele Gedanken schwirren uns durch den Kopf. Fragen über Fragen, wo geht die Reise hin, wie wird der Verlauf sein, wie ergeht es mir in den nächsten Jahren, wer steht zu mir, was bleibt, was verschwindet, was und wer fliegt einfach davon???

Aber wenn wir uns das untere Bild genau anschauen, dann sehen wir auch. Es gibt ganz viele Menschen die diesen Weg fliegen, die mit uns fliegen, um das Neue zu erkunden. Vielzählige, vielschichtige Menschen aus jedem Land sind dabei…. jeder mit seinen eigenen Ängsten und Sorgen, die man zum Glück hier in der Gemeinschaft teilen kann.

Wir vernetzen uns und stehen nicht mehr ganz alleine da.

Es erfolgt ein reger Austausch, mit unterschiedlichen Ansichten und Plänen. Man akzeptiert und respektiert sich. Es finden interessante Begegnungen statt mit dem Ziel, neue und wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Auch wenn die Künstlerin mit dem Projekt Soziale Skulptur auf die Begegnung zwischen Einheimischen und Flüchtlingen aufmerksam machen will, was ihr auch hervorragend gelungen ist, hat mich persönlich diese Idee dazu inspiriert, die Gefühle und Gedanken auf die MS zu übertragen.

Danke an Ines Agostinelli und Danke an die vielen Helfer, die dieses Projekt überhaupt erst ermöglicht haben. Einfach nur wunderbar! 🙂

Danke sagt für heute,

Deine Christine!

❤️

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45 Gedanken zu “Soziale Skulptur – Aufbruch ins Ungewisse

  1. Liebe Christine,

    gerade habe ich deinen tollen Beitrag gelesen und mir die Fotos angeschaut. Wunderbar! Ich empfinde es als absolut tröstlich, meine „Mitflieger“ auf den Bildern zu sehen und mich mittendrin zu fühlen. Eine tolle Installation und eine ebenso schöne Übertragung, die du da in den Raum stellst. Danke dafür!
    Noch einen schönen Sonntag,

    die Hummel

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  2. Liebe Christine,
    es ist die Reise, der Weg, der von anfänglich wenigen, bis mittig vielen Menschen gegangen und begleitet wird. Aber am Ende einer Reise, sind wir ALLEIN. Das bedeutet, dass wir uns einer Illusion hingeben. Einem Gefühl von verstehen und verstanden werden. Aber es ist nur ein Gefühl, keine reale Entlastung. Teilen, mitteilen heißt nicht abgeben, sondern nur einen Teil von mir in den Raum stellen, um betrachtet zu werden. Verglichen, mit dem Maß der anderen Gewichte.In der Reflektion der Dinge, erkenne ich mein eigenes Leid, Kummer, Sorge, Ausweglosigkeit, denen ich nun einen erweiternden, oder eingrenzenden Rahmen geben kann. Aufsteigen in die Luft, aus einer anderen Perspektive mit anderen verbindendes zu leben, erleben, gibt Sicherheit, stärkt Kraft, um durch ein Ziel zu gehen.
    Danke für diesen Beitrag.
    LG. meintoefftoeff u. Merle

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  3. Was für ein tolles Projekt! Und schon weiß ich, wo der morgige Sonntagnachmittagsausflug hingeht. 🙂 Die Symbolwirkung geht tatsächlich weit über die Ungewissheit von Flüchtenden hinaus: Krankheit gehört auch dazu, wie du selbst sagst und wohl am besten weißt. Aber auch das Älterwerden. Oder wenn es die Kinder auf andere Wege verschlägt als geplant, für Eltern kann das auch eine holprige Reise sein. Aber wie du sagst: Man ist bei solchen Reisen eigentlich nie allein. Das vergisst man manchmal, dabei ist es so tröstlich.
    Vielen Dank für den Tipp, und dir alles Gute. 🙂

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    1. Danke liebe Anhora,
      ja, man weiß nie wo die Reise hingeht… dieses Projekt ist wirklich herorragend und man kann es auf ganz viele Lebensbereiche symbolisch übertragen …
      Alleine ist man dabei zum Glück fast nie 😉
      Viel Spaß wünsche ich dir.
      Deine Christine!

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      1. Ein gelungener Beitrag und so schön auf die MS übertragen. Die Ballons sind eine sehr nette Metapher.
        Ich bekomme ja zurzeit ständig Seitenhiebe .. heute auf FB wegen meinem Blogbeitrag, ich würde zuviel über die ms schreiben … vorgestern von meinem Bruder ich sei faul, weil ich nicht arbeiten gehe … da tut so ein Beitrag von dir echt gut. Du bist mir eh an Herz gewachsen :*
        Herzlichst
        Deine Caro

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      2. Danke Caro, das ist lieb von Dir.
        Gut, mit den Kommentaren muss man leben…..aber es ist halt nicht fair, wenn man urteilt ohne die Hintergründe zu kennen. – Ich würde ein klärendes Gespräch mit deinem Bruder suchen … und wünsche dir einen schönen Tag 👍💕😊LG

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