Widerspruch

Endlich ist es so weit, der Widerspruch  ging…

… anstandslos durch. 👍😊👍✅ Das ist die positive Nachricht.

Aber jetzt erst einmal von VORNE.

Normalerweise bin ich immer über eine AHB = Anschlussheilbehandlung in die Reha gefahren (nachzulesen hier).

Da diesmal kein aktueller Schub vorlag, deshalb auch kein Cortison angezeigt war, ich mich aber dennoch stetig verschlechtert habe, bin ich den normalen Weg der Reha-Beantragung gegangen.

Meine Ärztin hat mit mir die erforderlichen Anträge ausgefüllt, alle Berichte der letzten Jahre in Kopie dazu eingereicht und dann habe ich brav gewartet und gewartet und gewartet …

5 Wochen später und ein netter Hinweis meinerseits, dass die Bearbeitungszeit abgelaufen sei, kam tatsächlich der lang ersehnten Antrag zu mir zurück geflogen. 😉

Die Genehmigung lag jetzt endlich schwarz auf weiß vor, doch leider mit der völlig falschen Einrichtung. 😦 Was soll ich Bitteschön in Soltau!??? Außer dem Heidepark reizt mich die angegebene Klinik so gar nicht…

Da ich bislang immer im Neurologischen Rehabilitationszentrum, dem Quellenhof in Bad Wildbad war, mir dort sehr gut geholfen wurde, sollte es dort auch wieder hingehen! Eine MS Spezialklinik!

Und nun? Was tun?

Alles hatte schon so irre lange gedauert, meine Nerven lagen ein wenig blank und jetzt das auch noch … Das kann doch alles nicht wahr sein, ist es aber. Der ganz persönliche Wahnsinn und Terminplan kommt ins WANKEN. Echt ärgerlich!!! 😡

Kurz aufregen, durchatmen und überlegen…🤔

Ein Widerspruch muss her, denn wir Patienten haben nach Paragraph §9 des Sozialgesetzbuches IX (SGB) ein Wunsch- und Wahlrecht bei der Auswahl der Rehakliniken. Also gesagt getan, ein Widerspruch geschrieben und Tatütata dem Antrag wurde statt gegeben.

Ich kann in meine Wunschklinik fahren. Geht doch 😉👍✅

Ende gut alles gut?!?

Wir werden sehen und falls du auch einmal in so eine Situation kommst, nicht weißt, wie du so einen Widerspruch formulieren sollst, kannst du in der Wunschklinik um Hilfe bei der Formulierung bitten oder aber hier ein Beispiel runterladen (alle Angaben ohne Gewähr 😉). ⬇️

Das Formular für die RV oder Krankenkasse gibt es hier:  ➡️ Widerspruch.

 

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht???

Weil: Einfach kann jeder und öfter mal was Neues!!!

In diesem Sinne einen schönen Tag mit oder ohne Widerspruch,

Deine Christine!

 

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22 Gedanken zu “Widerspruch

  1. Nathaly

    Moin, Moin Christine. War damals in Soltau gestartet = Nie wieder!!! Ich muss mich sehr viel wehren, egal gegen was und Behörden etc. Es nervt zwar, aber letztendlich weiss man gegen was man kämpft bzw. für welche Personen bzw. Personen. Hab einen schönen Tag und mach weiter so. Sei stolz auf Dich. Gruss aus Hamburg

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    1. Moin, Moin Nathaly!
      Dann habe ich ja alles richtig gemacht 😉 … und wenn ich mir die Seite so anschaue von denen, dann ist es überhaupt nicht ansprechend.
      Klar nervt es, aber immer dran bleiben und immer weiter und wenn es geht nach VORNE 😉 Einen schönen Tag wüncht,
      Deine Christine

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  2. Liebe Christine,
    tausend Dank, dass es Dich gibt. Mut, es macht Mut, wenn ich Deinen Beitrag lese. Ich muss auch Widerspruch einlegen und ich darf Dir sagen, es fällt mir schwer.
    Schwer deshalb, weil ich eine Hürde nehmen muss, die ich eigentlich nicht nehmen wollte. Für mich zu kämpfen, heißt auch, mich in meinem „IST“ Zustand anzunehmen.
    Das macht mich so traurig, genau da will ich nicht hin. Denn meine Traurigkeit, lähmt mich. Nun gut, ich bin nicht die Einzige, die solche Empfindungen hat, aber ich bin wütend darüber, dass Menschen es immer wieder schaffen zu sagen, bildlich. “ Nimm es wie es ist, du bist krank, behindert, alt.“ „Na und, was willst du“. „Auch noch Ansprüche stellen, was?“
    Dann möchte ich sagen können: „Ich will leben, nur leben, nicht vegetieren“.
    Danke für das Mut machen Einspruch zu erheben.
    LG: Hilde

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    1. Liebe Hilde,
      schön, wenn ich dir mit dem Beitrag den letzten Anstoß gegeben habe doch zu kämpfen. Es lohnt sich, glaub mir …
      Und wenn du es machst, dann freut es mich wirklich sehr, denn so traurig die Situation auch sein mag, man muss für sich das BESTE rausholen.
      Und da ist z. B. die Reha eine gute Möglichkeit. Dort wird einem nicht nur körperlich geholfen, sondern man ist in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten und das tut mir persönlich ab und zu sehr gut. Deshalb möchte ich dort auch keinen Besuch empfangen oder ständig telefonieren, nein, ich will mich auf mich konzentrieren und die Möglichkeiten nutzen.
      Ich hoffe du kommst aus deiner Traurigkeit ein wenig heraus, die übrigens jeder einmal hat.
      Du brauchst dich auch nicht zu schämen, denn eine Reha steht jedem zu und ich wünsche dir, dass deine Reha ganz schnell genehmigt wird, damit du wieder besser leben kannst, neue Eindrücke bekommst und dich wohler in deiner Haut fühlen kannst. 😉

      Alles Liebe für DICH, Deine Christine ❤

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  3. Schön, dass es nun doch geklappt hat.
    Traurig, dass man für seine Angelegenheiten ( Rechte ) immer kämpfen muss. Ältere Menschen und auch Leute die nicht die Kraft oder Mittel haben sich für Ihre Rechte einzusetzen bleiben dabei leider immer auf der Strecke.
    Erst einmal wird von Krankenkasse und Co alles abgelehnt oder untaugliche Alternativen angeboten. Ich verstehe dieses System nicht, da es meistens auch nur kurzsichtig ist.
    Das Ende vom Lied ist doch letztendlich immer kostenintensiver für die Kassen, schlecht- oder gar nicht therapierte Kranke verursachen kurz- bis mittelfristig dauerhaft höhere Kosten und der Patient bleibt dabei nebenbei erwähnt auch noch auf der Strecke.
    Ich persönlich habe bisher auch nur selten etwas direkt genehmigt bekommen. Meisten werden diverse Hilfsmittel erst genehmigt wenn ich sie nicht mehr nutzen kann, da die Verschlechterung durch die MS schneller war, oder aber das Widerspruchsverfahren wird auch abgelehnt.
    Hoffentlich bringt dir der Aufenthalt die erhoffte gesundheitliche Verbesserung.
    LG Elke

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    1. Liebe Elke,

      ja, so ist es …. ein stetiger Kampf mit den Behörden 😉 aber wenn man es nicht macht, schadet man sich selbst und ich finde, so lange wir noch dazu in der Lage sind, sollten wir unser Recht auch durchsetzen.
      Ältere Menschen sind da wirklich leider oft benachteiligt…

      Ich denke auch, die Kassen schneiden sich oft selbst ins Fleisch und die Kosten schießen nur unnötig in die Höhe…

      Die MS nimmt keine Rücksicht auf den Widerspruch, das ist auch wahr und leider häufig sehr traurig und niederschmetternd.

      Ich erhoffe mir nach 30 Jahren MS nicht soooo viel, denn dann kann ich auch nicht enttäuscht werden und nur positiv überrascht werden.
      Ein wenig unter Gleichgesinnten sein, neue Erfahrungen machen und vielleicht ein wenig Linderung bei einigen Problemchen erfahren wäre schon sehr schön. 😉

      Alles Liebe wünscht, Deine Christine!

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  4. Jana Schorsch

    „MS-Spezalklinik“ von wegen, die ihr Fachwissen und Kapazitäten leider immer mehr an orthopäthische Patienten verschwendet oder verschwenden muss.
    Ist doch für die Krankenkassen einfach und billig, ihre nebenan in der Klinik operierten Hüften und Knie nur über den Hof zur Reha zu schicken (keine Anfahrtskosten, keine Klinikwahl).

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    1. Liebe Jana,
      normaler Weise schon, aber wie die aktuelle Lage ist, kannst du ja besonders gut beurteilen, da du gerade dort warst….

      Also das Verhältnis MS zu Hüfte/Schlaganfallpatienten sollte schon noch irgendwie passen, denn sonst ist es wirklich keine MS Spezialklinik mehr.

      Hat sich das auf die Anwendungen ausgewirkt?? Ich bin gespannt und schaue wie die Reha wird.

      Liebe Grüße, Deine Christine!

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  5. Schöner Erfolg! Herzlichen Glückwunsch!

    Man muss in diesen Dingen manchmal sehr beharrlich bleiben. Mir ist es schon mal passiert, dass ich drei mal hintereinander (!) einen Ablehnungsbescheid anfechten musste und beim dritten Mal sogar beim zuständigen Ministerium intervenierte … Ich wusste aus eigener Recherche, dass ich recht habe. Und wenn ich nicht hartnäckig geblieben wäre, hätte es nicht mit der Zusage geklappt. (Wer denkt im Normalfall nach drei Ablehnungen, dass noch etwas draus wird?)

    Ich finde es sehr hilfreich für andere, die in ähnlicher Situation sind, dass Du über Deine Erfahrungen hier berichtest und gute Tipps gibst!

    Für Deine Reha in Bad Wildbad wünsche ich Dir alles Gute und viel schönes Wetter! Das Städtchen und die Gegend dort finde ich sehr schön. Es sind „nur“ 140 km von mir aus dorthin.

    Lieben Gruß, Michael

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    1. Lieber Michael,
      vielen herzlichen Dank. Ja, ohne Kampf geht es oft nicht und man muss hartnäckig dran bleiben und kämpfen.

      Wir werden sehen wie es wird und ich werde berichten…..

      Nach 3 x Ablehnung rechnet nun wirklich niemand mehr mit einem Erfolg, aber auch hier zeigt sich: kämpfen lohnt sich. Toll!

      Und im Notfall:
      In letzter Konsequenz geht es dann zum Sozialgericht, auch wenn das alles nervig ist, das ist der Weg. 😉

      Eine schöne Woche wünscht,
      Deine Christine !

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