Traurigkeit und MS

Seit Tagen schwirren meine Gedanken um das Thema Traurigkeit mit MS, Traurigkeit mit Erkrankung herum. Warum?

Weil mir ein Leserkommentar einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will, aus der Verzweiflung, Trauer und Mutlosigkeit wie ein Echo aus dem PC nachhallt.

Weil die Mutter meiner Freundin schwer erkrankt ist und eine tiefe Traurigkeit verspürt.

Traurigkeit ist eine zentrale menschliche Emotion. In der Regel ist dieses Gefühl eine ganz normale und gesunde Reaktion, beispielsweise auf einen Verlust.

Ich denke jeder Mensch der einen Verlust erleidet, dem eine Erkrankung widerfährt, die nicht mal eben schnell auskuriert werden kann, die einen für immer oder für eine längere Zeit begleitet, macht einen sehr traurig.

Diesen Prozess müssen und dürfen wir zulassen.

Und wer mir jetzt sagt, er war deshalb noch nie traurig oder betrübt, dem glaube ich schlicht und ergreifend nicht.

Wie oft habe ich selbst schon geweint, gestampft und etwas vor Wut an die Wand geschmissen oder oder oder…

Wie oft habe ich mir mein gesundes, normales Leben zurück gewünscht, mit all meinen Plänen, Zielen, Träumen und Wünschen.

Wie oft habe ich ein wenig wehmütig auf die Gesunden geschaut, die ein ganz normales Leben führen können. Ich denke das ist eine ganz normale Reaktion.

Das macht traurig, wütend und ist echt bitter! 

Ein Schicksal von vielen… keiner kann sich das Leben aussuchen, denn mit Behinderung, mit Krankheit ist immer zu rechnen, nur macht man das erst, wenn man selbst betroffen ist.

Traurigkeit kann aber auch helfen das Schicksal anzunehmen, zu begreifen. Man darf die schöne Zeit mit geliebten Menschen betrauern, man darf die schönen Erinnerungen aus grandiosen Zeiten beweinen und Revue passieren lassen.

Auch stolz darf man auf sich sein!

Wir dürfen unseren Gefühlen freien Lauf lassen, denn nur so können wir unser Schicksal, unsere Trauer annehmen und verarbeiten.

In einem Buch habe ich gelesen, man soll das Vergangene in guter Erinnerung behalten und wenn man nicht loslassen kann, soll man trauern und man darf die Traurigkeit in die Gegenwart mitnehmen und irgendwann wird diese Traurigkeit weniger und weniger…

Leichter gesagt als getan, denn ich bin manchmal auch eine alte Heulsuse, aber ganz ehrlich… es ist schon ein wenig besser geworden und tut nur noch gleichmäßig weh … 😉

Da ich aber eigentlich ein sehr positiver Mensch bin, der trotz der ganzen Tiefschläge glücklich und zufrieden sein möchte, versuche ich das BESTE aus der Gesamtsituation zu machen, zu kämpfen und nicht einfach aufzugeben.

Ich hoffe du tust das auch.

Was machst du mit deiner Traurigkeit?

Kämpferische Grüße sendet für heute,

Deine Christine!


 

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80 Gedanken zu “Traurigkeit und MS

  1. Liebe Christine,du stellst die Frage (was machst du mit deiner Traurigkeit)
    ich kämpfe will sie nicht zulassen und doch holt sie mich immer wieder ein.
    meine Enkelin hat seit zehn Jahren eine Bipolare-Störung sie war mein erstes
    Enkelkind und ist meinem Herzen ganz nahe.Studium abgebrochen und durch
    so viele Schübe nicht mehr sie selbst..einfach verändert in ihrer Person.
    es gibt noch vieles mehr was mich traurig macht.
    doch so ist das Leben. Dich bewundere ich wünsche dir ….das wünschen überlasse ich dir selbst
    denn nur du kennst deinen Herzenswunsch und der möge sich erfüllen!
    sei ganz lieb gegrüßt Sarah

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    1. Liebe Sarah,
      es ist ist nicht immer einfach mit der jeweiligen Traurigkeit umzugeben, jeder hat einen anderen Grund dafür, jeder eine andere Art sie zu verarbeiten….
      Der eine kämpft, der andere verdrängt, widerum ein anderer weint…. und ich denke jede Art hat seine Berechtigung.
      Ich wünsch deiner Enkelin und natürlich dir viel Kraft und alles Liebe für die Zukunft.
      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ganz herzliche Grüße sendet,
      Deine Christine

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  2. Liebe Christine, ich weiß wirklich nicht wozu Tränen dienen. Würde ich weinen, würde ich in einem Meer an Tränen versinken und da ich nicht schwimmen kann, ertrinken.
    Die Furcht, von dem Schmerz in den Abgrund gezogen zu werden, lässt es nicht zu, zu weinen.
    Ich will dieses Beben des Körpers nicht, es würde Schluchten aufreißen und ich hätte keine Seile, um mich zu halten.

    Wenn ich Trauer zulasse, dann nur, wenn ich ein ausreichendes Sicherheitsnetz veranlasst hätte. Ähnlich einem Trampolin, wenn du springst, wirft es dich wieder hoch, so lange bis du entweder ruhig liegen bleibst, oder aufstehen und fort gehen kannst.

    Fazit: Trauer nutzt nur dann, wenn ich daraus eine neue Perspektive gewinne. Nur so, ist Trauer sinnvoll. Im Grunde betrauere ich – nicht – die Vergangenheit, sondern den Zustand in dem ich mich – jetzt – befinde.

    Aber vielleicht ist es nur meine Sicht.

    LG. Hilde

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    1. Liebe Hilde,
      tja was soll ich da schreiben, ich denke jeder geht mit seinen Gefühlen anders um und lässt sie zu oder unterdrückt sie.
      Mir tut es definitiv nicht gut sie zu unterdrücken, denn ich bin auch ein sehr guter Verdränger Typ und lächle, wenn ich doch eigentlich lieber heulen würde und deshalb versuche ich es mir einfach abzugewöhnen immer die gute Laune-Maus zu sein, auch wenn es mir schlecht geht. Weinen und wütend sein hilft mir und ich fühle mich ein wenig befreit. –
      Du bist sehr hart zu dir und bedauerst den Ist-Zustand. Das darfst du auch, denn bedauern ist in meinen Augen auch eine Art Gefühle zu zeigen.
      Viel Kraft sende ich dir.
      Deine Christine! ❤

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      1. Liebe Christine, danke für Deine Antwort. Ich werde mich in nächster Zeit mit Trauer und Tränen beschäftigen. Ich denke nicht, das Tränen eine Hilfe sind. Ich denke das Tränen unabhängig vom Geschehen, also Trauer oder Freude ausgelöst werden können. Also sind sie ein chemischer Prozess, der in mir stattfinden, weil…., was auch immer zu viel an Botenstoffe in meinem Körper sind. Irgendwelcher Art.
        Wenn ich das regulieren kann, heißt es doch nicht, dass ich im Wesenszug „hart“ bin, sondern nur, fest, gefestigt. Mehr nicht.
        Ich gebe zu manche Menschen weinen, viel und oft. Manche weniger. Nicht immer steckt Trauer, Ausweglosigkeit dahinter.
        Ich respektiere Deine Meinung, Deine Empfindungen und den Glauben an die Richtigkeit Deiner Worte. Für mich ist es alles okay und ich danke Dir für Deinen Beitrag.
        LG. Hilde

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    2. Trauer löst…ich verzweifle so manches Mal, wenn das Knie wieder einmal so schmerzt, dass ich nicht laufen mag. Und wenn die Tränen versiegt sind, entstehet neuer Mut und das Glück in mir wächst, dass ich denken, lachen, träumen kann.

      Als mein Vater vor gut zwei Monaten starb, war ich überrascht, über die vielen Tränen in mir, die geweint werden wollten. Es war gut, dass ich sie einen Weg nach draußen Bahnen ließ. Nur so konnte ich neuen Mut fassen und spürte keine Bitterkeit.

      Tränen lassen Narben heilen. Tränen geben Halt und Stille. Tränen helfen den Augen.

      Ich bin sehr froh, dass ich sehr mühsam das Weinen gelernt habe.

      Herzliche Grüße…
      Luiserl

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      1. Liebe Luiserl,
        erst einmal mein aufrichtiges Beileid. Wenn Eltern gehen, schmerzt das ganz besonders….

        Tränen fließen lassen ist sehr wichtig wie ich finde und man wundert sich wirklich, wieviele man davon in sich hat…

        Schön, wenn es dir gut tut und viel Kraft für die kommende Zeit. Alles Liebe wünscht,

        Deine Christine!

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  3. Liebe Christine,
    Deine Worte sind offen und ehrlich! Vielen Dank dafür.
    Jeden Deiner Gedanken kann ich voll unterstreichen! Genauso denke ich oft, wenn ich wieder mal der Unvollkommenheit unseres Lebens hier auf unserer Welt gewahr werde. Als „relativ Gesunder“ traue ich mich jedoch oft nicht, sie sie zu äußern. (Der hat ja gut reden …)
    Und gerade deshalb finde ich es so gut, dass Du –an den Rollstuhl gebunden– so offen Deine Einschränkungen beklagst, aber auch genauso offen und mit großer Tatkraft das Positive im Leben sehen kannst und es Dir auch immer wieder heftig erkämpfst!

    Wer schon einmal ganz nah erlebt hat, wie ein lieber Mitmensch wegen einer aggressiven Krankheit in kürzester Zeit „abbaut“ und sterben muss, kann auch den Text von Sylvia „verstehen“, „begreifen“. Sehr schön, dass sie ihn Dir geschickt hat, und dass Du ihn in Deine Kommentare aufgenommen hast!
    Diesen Worten mit viel Tiefgang kann man / braucht man nichts mehr hinzufügen!

    Dir alles Liebe und Gute!
    Lieben Gruß, Michael

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    1. Lieber Michael,
      ich denke auch ein „relativ“ gesunder Mensch darf traurig sein, darf seinen Gefühlen freien Lauf lassen und dies auch äußern.
      Jeder sollte aus seiner Situation heraus versuchen, das Beste daraus zu machen… ob mit oder ohne Hiflsmittel. Manchmal auch mit Kampf, Mut und Willensstärke.
      Manchmal wiederum kommen ander Gefühle hoch, die man auch zulassen darf und soll…. es ist halt nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen mit MS, mit einer Erkrankung und das muss auch einmal ganz klar gesagt werden. 🙂

      Ich bin auch ganz überwältigt von Sylvias Worten und wer, wenn nicht du, kann das sehr gut nachvollziehen…

      Alles Liebe wünscht, Deine Christine

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      1. Ja, da hast Du Recht, jeder Mensch darf auch mal traurig sein und das zeigen …

        Was ich meinte, dass ich mich meistens nicht getraue, zum Beispiel zu einem Rollstuhlfahrer zu sagen, dass jetzt seine Lebenssituation eben so ist, wie sie ist, mit allen Einschränkungen. Deshalb finde ich es so gut, dass Du selbst als Rollstuhlfahrerin offen Deine Situation beklagst und besseren Zeiten nachtrauerst, dass Du Dir aber gleichzeitig eingestehst, dass vieles eben nicht mehr geht, und vor allem dass Du immer wieder sehr engagiert auslotest, w a s alles trotzdem noch geht!

        Lieben Gruß, Michael

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      2. Ach so … 😉 Ich denke das muss jeder Rollifahrer für sich ausloten und keiner mag von Gesunden Ratschläge diesbezüglich erhalten, da man das wirklich nicht nachvollziehen kann, denn es ist etwas völlig anderes, ob jemand der im Rollstuhl sitzt oder ein Läufer so etwas sagt…. da wäre ich auch vorsichtig, denn oft kommt das weniger gut an 😉
        Liebe Grüße zurück 🙂

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  4. Liebe Christine
    Du bist so ehrlich mit Dir und uns. Ich bewundere Deinen Mut, über die MS so offen zu sprechen, über Deine Wut und Traurigkeit.
    Es gab Momente, als meine Stiefmutter im Sterben lag, da wollte ich meine Traurigkeit verstecken, auch vor mir. Es hatte etwas Bedrohendes. Als mich die Traurigkeit überwältigte, weinten wir gemeinsam. Die Tränen brachten uns sehr nahe, und ich empfand eine Wärme inmitten des ganzen Elends.
    Manchmal kommt noch heute die Traurigkeit, dann versuche ich, mich an die schönen Momenten mit ihr zu erinnern…
    Liebe Grüße. Priska

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    1. Liebe Priska,
      ich denke nur wenn man offen mit seiner MS, mit seiner Erkrankung umgeht, kann man sie leben und annehmen.
      An manchen Tagen sicherlich nicht so gut, an anderen Tagen gehört sie einfach dazu.
      Traurigkeit verstecken ist nie gut, sie gräbt sich ein, immer tiefer…. Selbst ich muss noch manchmal über
      den Tod meiner Eltern, meiner Freundin weinen, da kullern dann einfach Tränen und das lasse ich auch zu.
      Schöne Erinnerungen behält man, ganz klar in seinem Herzen und man kann dann meist wieder leichter lachen….

      Alles Liebe wünscht, Deine Christine!

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  5. Durch die Selbsthilfearbeit kenne ich auch einige Leute der MS Gruppe, und ich finde Traurigkeit gehört dazu. Nicht jeder Tag ist gleich, und die Traurigkeit kann einem auch wieder Kraft geben. Auch von der Selbsthilfegruppe Kehlkopfkrebs, kenne ich einen, den trotz allem soviel Lebensfreude ausstrahlt, und sein Leben versucht genussvoll zu leben. Am meisten erstaunt hat mich das er in einem Chor singt.
    Vielen Dank für die offenen Kommentare. Ich schicke dir alles Liebe und sende Sonnenstrahlen, die dich wieder aufmuntern.

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    1. Danke liebe Wortsonate, das Leben voll genießen ist eine sehr gute Einstellung und genussvoll leben, auch dazu gehören Hoch und Tiefs…. Sonnenstrahlen kann ich sehr gut bebrauchen, vielen Dank und liebe Grüße,
      Deine Christine

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  6. Liebe Christine,

    Dein Beitrag „erwischt“ mich heute gerade richtig, wenn man das so „sagen“ kann.
    Immer wieder denke ich an meine Jugendfreundin und bin so unendlich traurig. Heute ist wieder so ein Tag. Ich habe mich entschlossen, Dir diesen Text, den ich vor einigen Monaten schrieb, zu zeigen. Wenn er nicht angemessen ist oder andere trauriger macht bzw. Du das so einschätzt, habe ich kein Problem damit, wenn Du ihn löschst (wirklich nicht!).

    Das Leben ist …

    Heute war ich unterwegs, um Vorbereitungen für die Entlassung meiner Mutti aus der Klinik zu machen. Dabei besuchte ich meine alte Heimat und den Ort, an welchem ich aufgewachsen war: Dresden-Süd.
    Ich hatte Bücher als Geschenke in der Tasche und suchte meine alte Nachbarin auf, die meine Kindheit als gute Seele begleitete.
    Kennt Ihr das? Es gibt Menschen, die man nie im Leben vergisst.

    Anschließend wollte ich noch für meine beste Jugendfreundin Bea bei deren Eltern mein Geschenk für sie abgeben.
    Wir hatten in den letzten 5 Jahren auf Grund diverser Lebensumstände, auch auf meiner Seite, den Kontakt verloren.

    Ich wusste, dass Bea 1998 an MS (Multiple Sklerose) erkrankte. Als wir uns das letzte Mal hörten, lief sie an einer Krücke und klagte über massive Gleichgewichtsstörungen. Sie wohnte mit ihrem Lebensgefährten, mit dem wir gemeinsam in einem Haus aufgewachsen waren und der sie seit seinem 14. Lebensjahr vergötterte, in München.
    Als Schwerbehinderte hatte sie eine gute Arbeit in einem Münchner Großunternehmen, die ihr auch während ihrer Schübe und demzufolge Krankheitszeiten immer den Arbeitsplatz sicherten.

    Nach 27 Jahren traf ich auf Beas Eltern, die mich nicht wiedererkannten und sich rießig freuten, mich zu sehen. Doch lange hielt die Freude nicht an, denn bald hatten wir alle, die Eltern, ich und mein Mann Tränen in den Augen.

    Die Mutter erklärte mir, dass Bea ans Bett gefesselt ist. Sie kann nicht mehr zufassen, nicht mehr aufstehen, demzufolge nicht mehr laufen. Sie sieht nur noch sehr schlecht.
    Ihr Gesundheitszustand hat sich in den letzten Jahren rapide verschlechtert.
    H., unser Jugendfreund und ihr Lebenspartner, pflegt sie. Sie wohnen nun wieder in der Nähe von Dresden. H. hat seine Arbeit aufgegeben, um sich voll und ganz der Pflege meiner Freundin zu widmen.

    „Sie mag nicht mehr“, sagte ihre Mutter. „Ich könnte den ganzen Tag, von früh bis abends weinen.“
    Sie überreichte mir die Telefonnummer von Bea.
    „Sylvia, vielleicht kannst Du etwas erreichen? Sie lässt uns nicht mehr an sich ran. Niemanden lässt sie ran, nur noch H. Ich glaube, sie gibt auf.“

    Betreten stand ich in ihrem kleinen Korridor, wo ein Foto von Bea hing. Es war aus neunziger Jahren und ich erkannte sie sofort.
    In diesem Moment hatte ich das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen.
    Ich bin kein Mensch vieler Tränen. Weinen ist etwas, was ich nicht so gut kann. Ich weine eher in meinen Worten.

    Ewig war ich nicht mehr in diesem Haus mit der Nummer 93. Jetzt gibt es dort einen Fahrstuhl. Viel hat sich verändert, auch die Menschen darin. Alt sind sie geworden, kämpfen gegen den Krebs, leben mit den Folgen von Herzinfarkten und Muskelabbau.

    Ich versprach Bea Mutter, gleich morgen Bea anzurufen. Dieses Versprechen werde ich halten.

    Still war es dann im Auto. Ich starrte aus dem Fenster. Mein Magen krampfte sich zusammen. Wenn ich doch nur heulen könnte!
    Unbeschreibliche Wehmut kroch in mir hoch, eine unbeschreibliche Trauer.

    Ich sah den Park, der sich gleich gegenüber unseres Hauses befand. Dort spielten wir gemeinsam, wollten Kriminelle jagen, die es nicht gab, suchten Kastanien, fuhren im Winter Schlitten, klauten in den angrenzenden Gärten Kirschen.

    Bea war mein Pendant. Sie war eher ein ruhiges, ausgeglichenes Mädchen und immer ein wenig langsam – auch in ihren Entscheidungen. Ich dagegen war temperamentvoll, ein wahres Energiebündel, sprühte vor Ideen (die sie nicht immer verstand …), wollte sie unbedingt mitreißen in meine Welt der Phantasie und der Erlebnisse.

    Wenn es Bea zu viel wurde, bremste sie mich und meistens sah ich dann ein, dass ich wohl übertrieb. Ich liebte sie, gerade weil sie so still und überlegt, so ganz anders als ich, war.

    Ich sah Bea vor mir: mit ihren klaren, blauen Augen, ihren brünetten Locken, ihrer schlanken Gestalt. Ich sah Birgit, wie sie den Puppenwagen durch den Park schob und dann in den Busch zum Austreten gehen wollte. „Passt Du bitte auf meinen Puppenwagen auf?“, fragte sie.
    „Na gut“, sagte ich und stellte mich einen Meter von dem Wagen entfernt hin, stocksteif, die Hände salopp in die Hosentaschen gesteckt. Meiner Auffassung nach reichte das vollkommen.
    „Nee, Du musst ihn schon anfassen!“, bestand Bea darauf, schob den Puppenwagen vor meine Beine und sah mich herausfordernd an. Wenn es um ihren Puppenwagen ging, kannte sie keine Gnade.

    „Was?“, rief ich entsetzt aus. „Ich soll das komische Ding hier aaaaaaanfassen?“, schüttelte ich mich aussagekräftig.
    Ich hielt nichts von Puppen und solcherlei Mädchenspielzeug und fasste das „Zeuch“, wie ich es abfällig nannte, auch nicht an.
    Im Falle von Bea und mir zogen sich die Gegensätze in der Tat an, wie ein Sprichwort besagt.
    Jetzt sah ich UNS. Nicht mehr die Strenge dieses Lebens. Nicht mehr unsere verstreuten Jahre. Nicht mehr die Wehmut oder die Zweifel.

    Danach fuhren wir in die Klinik zu meiner Mutter. Ich hätte noch mehrere Stunden Auto fahren können, um meinen Gedanken und Gefühlen nachzuhängen. Meine Gedanken überschlugen sich. Meine Gefühle fuhren Achterbahn. Zu den Menschen, die alles so hinnehmen, wie es ist, gehöre ich nicht.
    Als ich sie anrief, musste ich jede Träne, die rollte, unterdrücken. Sie kann kaum noch sprechen (ihre Sprache gleicht der einer Schlaganfallpatientin). Sie kann kaum noch zufassen. Sie liegt fast ausschließlich oder wird mit dem Rollstuhl gefahren. Es geht ihr sehr schlecht. Die MS hat einen schnellen Verlauf genommen. Sie hat ihr häßlichstes Gesicht gezeigt.

    Meine Bea, meine zarte, feine und sensible Bea.
    Im diesem Moment, heute, fühle ich mich hilflos. Nichts wird noch so sein wie es mal war.

    Wir sollten Demut lernen. Jeden Tag aufs Neue. Wir sollten jeden Tag, den wir gesund verbringen, als ein Geschenk betrachten.

    Aber:
    Warum ist dieses Leben manchmal so ein Schwein?

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Sylvia,

      ich möchte diesen, deinen sehr emotionalen Kommentar nicht löschen, ganz im Gegenteil.
      Allerdings werde ich es erst einmal so stehen und wirken lassen, da jedes Wort als Antwort zu viel geschrieben wäre.

      Nur so viel: MS ist eine schlimme, chronische Erkrankung, die leider unberechenbar ist. Bea hat es leider sehr schnell und
      sehr hart getroffen. Das macht nicht nur dich, sondern mich und bestimmt alle Mitleser auch sehr traurig, betroffen, betreten.

      Man wird demütig, lernt auf sich zu achten und versucht jeden Moment zu genießen, denn im nächsten Moment könnte es schon anders sein.

      Bea wird sich über deinen Anruf sehr gefreut haben, auch wenn es ein sehr schweres Telefonat war, es zeigt deine Stärke und deine Empathie.
      Das macht Freundschaft aus, auch in schweren Momenten füreinander da zu sein.

      Warum das Leben manchmal so ein Schwein ist? Das kann uns leider niemand beantworten….

      Ganz liebe Grüße an dich und natürlich auch an Bea und ihren Mann.

      Fühlt euch gedrückt.

      Deine Christine! ❤

      Gefällt 3 Personen

      1. Liebe Christine,
        ich danke Dir für Deine herzenswarmen Worte, die mir sehr gut tun.
        Bald werde ich Bea sehen und freue mich trotzdem darauf. Ich habe sie mit sieben Jahren sofort in mein Herz geschlossen und nie losgelassen. Daran wird sich nichts ändern.

        Ganz liebe Grüße und ein großes Dankeschön, dass Du den Kommentar so annimmst, wie er ist.

        Sylvia

        Gefällt 3 Personen

      2. Liebe Sylvia,
        ich danke dir für deine Gedanken, deine Erfahrungen… das ist nicht selbstverständlich und ist für mich wirklich eine große Ehre.

        Bea wird sich sehr über deinen Besuch freuen und wenn du sie im Herzen trägst, dann ist das doch das Schönste, was eine Freundin sagen kann…., was einer Freundschaft passieren kann. Einfach nur da sein tut wirklich gut…. ❤

        Ganz liebe Grüße zurück. Deine Christine! ❤

        Gefällt 3 Personen

    2. Liebe Sylvia,
      ich finde es unglaublich schön, dass Du hier auf Christines Blog Deinen ganz persönlichen und offenen Text zur Verfügung stellst! Er trifft und macht betroffen! Und ist hilfreich, tröstlich, trotz alledem!

      Im Moment kann ich einfach keinen weiteren Kommentar dazu abgeben.

      Dir alles Liebe und Gute!
      Lieben Gruß, Michael

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  7. Leider, liebe Christine, bin ich ein Verdränger.Ich weiss ,dass es immer 2 Seiten gibt .Ich sehe die eine,und verdränge die andere.So wie sie sagen—man kann ein Glas halb voll oder halb leer sehen.Ich sehe es halb voll.Ich wünsche Dir viel Energie,Liebe und Lebensfreude .Bleib wie Du bist. Ein Star ❤ ,der leuchtet.

    Gefällt 1 Person

    1. Ach liebe Jeannette,
      Danke für die schönen Worte und verdrängen kann ich auch besonders gut, was aber durchaus nicht immer gut ist. Irgendwann ist das Maß voll und das Glas schwappt über…. Ich wünsche dir weiterhin volle Gläser ohne dass diese irgendwann überschwappen… 😉
      Liebe Grüße, Deine Christine

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  8. Liebe Christine,
    nachdem ich deinen Beitrag heute Morgen gelesen habe, hat mich erst einmal das große Heulen überkommen. Wie wahr sind deine Worte, wie herzzerreißend teilweise die Kommentare darauf. Beim Lesen hatte ich ein Deja Vu nach dem Anderen. Ich merke nach langer MS-Erkrankung mit vielen Auf und Ub’s, dass ich mich immer mehr in einen Cocoon zurückziehe und mir und meiner Umwelt Stärke suggerieren möchte. Das gelingt immer nur bis zu einem gewissen Punkt . Heute dein Beitrag und das Lesen der Kommentare mit den vielen anderen Schicksalschlägen lässt mich völlig die Fassung verlieren. Danke dafür, es tut gut seiner Traurigkeit und seinem Mitgefühl endlich einmal wieder freien Lauf zu lassen. Deine Artikel berühren und das ist in dieser Bloggerwelt selten genug.
    Deine Elke

    Gefällt 3 Personen

    1. Danke liebe Elke,
      und schön, wenn der Artikel dich berührt hat, du dich widerfinden konntest. Das ist das WICHTIGE. Wir sind nicht alleine und jeder darf seinen Gefühlen freien Lauf lassen…. Jedem ergeht es anders, aber irgendwie auch gleich. Lass es raus, schrei es raus und im Notfall wirf mal etwas vor Wut an die Wand (bin ich übrigens Experte drin 😉
      Alles Liebe & Gute für dich,
      Deine Christine!

      Gefällt 1 Person

    1. Lieber Manni,
      das sollte das Foto auch ausdrücken. Und wenn du als Experte das Foto treffend findest, dann freue ich mich wirklich sehr.
      Außerdem denke ich auch, der Beitrag spiegelt die Gefühle einer Patienten wider….
      LG Deine Christine

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  9. Liebe Christine,
    dein Beitrag ist wirklich toll zu lesen (ich hatte Gänsehaut) und es ist wichtig, das Thema Traurigkeit auch mal anzusprechen! 🙂
    Seit Januar diesen Jahres bin ich erkrankt und ich muss sagen, dass ich echt traurig war und gar nicht wusste was auf mich zukommt. Man hört immer vieles und eigentlich ist es am Ende dann doch ganz anders.
    Ein Pfleger hatte im Krankenhaus zu mir gesagt, dass ich nur noch 20 Jahre mit der MS zu leben hätte und danach einen Herzstillstand haben werde. Außerdem meinte er, dass viele sich selbst umbringen… da musste ich erstmal schlucken! Aber mittlerweile weiß ich, da ich mich selbst und meine Ärzte mich gut informiert haben, dass das totaler Unsinn ist. Aber natürlich hat mir das total Angst gemacht!
    Seitdem ich besser informiert bin, bin ich eigentlich nur noch traurig, wenn mir MS-bedingte Dinge passieren/ ich einen schlechten Tag habe. Dann darf man auch mal weinen wie ich finde.
    Meistens bin ich auch echt nur traurig, wenn ich nach dem Spritzen einen Flush habe. Dann fang ich an mich zu fragen, warum ich? und warum habe ich das? warum geht das nicht mehr weg? Ich weine dann richtig heftig und dann ist aber auch wieder gut! Das ist mir bisher nur 2 Mal passiert. Wenn ich einen Schub habe, dann versuche ich stark zu sein, aber sobald die Nebenwirkungen vom Cortison auf mich einstürzen bin ich auch traurig…
    Aber es gibt halt gute und schlechte Tage…habe „Gesunde“ ja auch. 😉
    Liebe Grüße und danke für den tollen Beitrag
    Angelina ❤

    Gefällt 6 Personen

    1. Hallo Neni,

      wer wenn nicht du hat das Recht hier zu schreiben und auch mal traurig zu sein?
      Du bist noch sehr jung und hast dein ganzes Leben noch vor dir.
      Behalte die Aufrichtigkeit und Unbekümmertheit der Jugend und du wirst die Menschen erreichen.
      Und entschuldige dich bitte nicht, wenn du Teilnimmst an solchen Gesprächen.
      Und die Dummköpfe dieser Welt, die sich dadurch profilieren möchten, indem sie dir Angst machen…uuuuhhh….das behandelst du so gut es nur geht…durch Information und Aufklärung. 👍🏼
      Klasse machst du das!

      Liebe Grüße
      Dirk

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    2. Liebe Neni,
      schön, wenn der Beitrag dich anspricht und ich denke vielen von uns ergeht es so. Egal wie lange man schon dabei ist.
      Es gibt immer mal wieder Phasen der Trauer…
      Erst einmal muss ich dir schreiben, MS ist kein Todesurteil 😉 und der Pfleger sollte mal in die Mangel genommen werden… er hat
      anscheinend den Beruf verfehlt bzw. sich nicht richtig informiert 😉
      Informieren ist der richtige Weg, damit man seinen Weg findet und über das Internet geht das ja heute ziemlich schnell und gut.

      Die Gefühlsachterbahn im Schub, nach Cortison oder einem Flush nehmen ab, das kann ich dir aus Erfahrung sagen. Die Traurigkeit läßt irgendwann
      auch nach und schwappt hin und wieder hoch. Also, DU machst alles richtig und findest bestimmt den richtigen Weg für dich.
      Alles Liebe & Gute wünscht, Deine Christine ❤

      Gefällt 2 Personen

  10. Hallo Christine ❤

    Ich finde, du hast eine tolle Einstellung und sprichst hier viele wahre Worte. Es ist doch ganz normal, dass man in ein Loch fällt, wenn man plötzlich chronisch krank ist. Plötzlich verschieben sich Pläne, Träume und Perspektiven und das geschieht ohne dass wir es wirklich beeinflussen können.
    Als ich meinen Bandscheibenvorfall hatte, ging es mir ganz ähnlich. Plötzlich konnte ich nicht mehr ohne Weiteres Sport machen oder auch nur am Schreibtisch sitzen. Plötzlich machten mir Schmerzen bei jedem meiner heißgeliebten Spaziergänge einen Strich durch die Rechnung. Und das hat mich unheimlich deprimiert. Ich glaube aber auch, dass wir uns oft agr nicht bewusst sind, wie wichtig unser Körper für unsere Psyche ist, bis er uns solche harten Limits setzt.
    Also ja, Traurigkeit ist ganz normal. Und sollte auch gefühlt werden. Wichtig ist, was wir mit ihr machen und wie wir weitermachen, obwohl wir traurig sind. Ob wir in ihr bleiben oder aufstehen und weitermachen, obwohl wir traurig sind.

    Ganz liebe Grüße aus Berlin, fühl dich umarmt und ich schicke dir Kraft (kann man schließlich immer gebrauchen),
    Nadine

    Gefällt 4 Personen

    1. Liebe Nadine,

      da hast du kurzfristig erlebt, wie es es, wenn nicht mehr alles geht. Manchmal für die Gesunden eine erschreckende Erfahrung, aber aus der sie meist
      mit einem anderen Blickwinkel auf die Gesundheit, das Leben schauen.
      Ich hoffe es geht dir wieder gut und du bist hergestellt. 🙂
      Und ja, Trauer ist wichtig, die Verarbeitung auch und schlussendlich das WEITERMACHEN. Das ist besonders wichtig.
      Ganz liebe Grüße in die Hauptstadt und Danke für die Kraft und Energie, die kann ich immer gebrauchen 😉
      LG Deine Christine!

      Gefällt 1 Person

  11. Traurigkeit ist ein Stichwort, dass sicher jeden betrifft.
    Ich halte es in solchen Fällen, vor allem bei Verlust, aber auch bei anderer Trauer mit einem alten Brauch. Ein indianischer Brauch, wen ich mich recht erinnere.
    Ich packe ein paar Dinge zusammen, die an die Person oder die Sache erinnern und „begrabe“ sie irgendwo. Im Haus oder an einem schönen Ort. Gehült in einer Kiste oder in ein Tuch gewickelt.
    Ein Jahr lang. Dann nehme ich die Dinge und erinnere mich ein letztes Mal, um die Dinge dann „gehen“ zu lassen und die Seelen (meine, seine, ihre) können ihre Ruhe finden.
    Dieses „gehen“ lassen ist individuell. Mal verbrenne ich Gegenstände, Fotos, Briefe … oder versenke sie im Wasser. Je nach Anlaß, je nach Person.
    Liebe Grüße
    Uwe

    Gefällt 3 Personen

    1. Lieber Uwe,
      das ist ein wunderschönes Ritual, das ich vielleicht auch einmal in mein Leben aufnehmen sollte. Danke dafür.
      Das Wunderbare, jeder geht mit seiner Trauer, seinem Verlust anders um und so können wir alle miteinander und
      voneinander lernen. Toll! Dankeschön und einen schönen Tag.
      Deine Christine! 🙂

      Gefällt 1 Person

  12. Dirk Jakob

    Hallo Christine,

    ich nehme deinen Beitrag zum Anlass, auch einmal auf deiner Seite (die ich bereits lange abonniert habe) zu schreiben.
    Ich habe erst Anfang 2015 meine Diagnose erhalten. Im Alter von 49 Jahren. Recht spät…daher bin ich noch in der Aufarbeitungsphase. 😊
    Und genau diese Thematik beschäftigt mich im Moment. Die Trauer um das eigene Leben. Dass es nie mehr sein wird wie es einmal war. Trauer ist der absolut richtige Ausdruck und passt genau zu der Gefühlslage.
    Meine letzte Erkenntnis ist jedoch, dass mir bewusst wurde das ich nicht in mein altes Leben zurück möchte. Zu den sogenannten Freunden, die nicht ein einziges Mal fragten wie es mir geht. Zu der Frau, die sich getrennt hat weil sie sich ihr Leben mit einem Partner der MS hat, nicht vorgestellten konnte. Nein, das möchte ich nicht.
    Ich liebe mein Leben so wie es ist und habe die Trauer überwunden. Ich liebe die wenigen Freunde, die mir geblieben sind. Ich liebe meine Familie, die wieder enger zusammengerückt ist. Ich liebe meine Freundin, die mich liebt wegen meiner Werte und nicht wegen meines Erfolges oder meiner Gangart… Und nicht zuletzt liebe ich die Möglichkeit wieder Demut zu empfinden. Vor dem Leben, vor dem kleinen lächeln der Omi an der Wursttheke…denn all dies wäre nicht geschehen ohne die MS. Ich wäre immer noch gefangen in Strukturen die geheuchelt sind und mir schaden. Ich bin so krank wie nie zuvor…und so glücklich wie nie zuvor. Ich bin wieder bereit um jeden Schritt zu kämpfen. Das noch so kleine Licht in der Dunkelheit zu erkennen.
    Danke Christine, dass ich dies durch deinen Beitrag nochmals bewusst Revue passieren lassen durfte.

    Lieben Gruß und mach weiter so. Deine Beiträge sind vielen Menschen eine Hilfe
    Dirk

    Gefällt 9 Personen

    1. Hallo lieber Dirk,

      erst einmal vielen Dank für das schöne Kompliment, dass dir der Blog gefällt und
      schön, wenn du deine Erfahrungen hier mit uns teilst. 🙂

      Die Diagnosestellung mit 49 Jahre ist wirklich ziemlich spät, aber du hast eine Diagnose, andere irren Jahre umher.
      Die Diagnose muss verarbeitet, aufgearbeitet werden.
      Wie ich lese, bist du sehr gut darin und hast schnell erkannt, was dir gut tut, welche Personen nicht mehr zu dir passen und auf was du
      gut und gerne verzichten kannst. Das kann nicht jeder so schnell und ich bin oft auch ein Spätzünder 😉
      MS/ Krankheit verändert, man wächst mit seiner Erkrankung und lebt irgendwie ein anderes Leben, das nicht immer nur schlechter ist….
      Ich freue mich mit dir, wenn du für dich den richtigen Weg gefunden hast. Alles Gute wünsche ich dir weiterhin und bis hoffentlich bald,
      Deine Christine!

      Gefällt 1 Person

  13. Liebe Christine,

    Traurigkeit gehört zum Leben ebenso wie Freude. Und – abgesehen von Krankheiten und Verlusten – gibt es ganz banale Dinge zum Traurigsein.
    Ich bin aktuell traurig, dass der Sommer zu Ende geht. Und so nutze ich noch jeden Sonnentag draußen, oft nur im Garten und erfreue mich daran und auch an den schönen Momenten des vergangenen Sommers.

    Traurigkeit hat seinen Platz im Leben, erfordert eine Auseinandersetzung und letztendlich zeigt sie uns auch was, woran wir wachsen und reifen können.

    Lieben Gruß
    Anna-Lena

    Gefällt 2 Personen

    1. Anna-Lena, das hast du sehr schön geschrieben und genau so ist es auch. Traurigkeit gehört dazu und macht uns oft nur noch stärker….

      Schön, wenn du für dich einen Weg gefunden hast, die Traurigkeit zuzulassen und etwas Schönes ihr abzugewinnen.

      Liebe Grüße, Deine Christine! ❤

      Gefällt 2 Personen

      1. Da wir ja in einer Spaßgesellschaft leben (so sieht es zumindest vielfach aus) und Traurigkeit da keinen Platz zu haben scheint, finde ich es umso wichtiger, zu seinen Gefühlen zu stehen und sie auch auszuleben, das gehört einfach zum Menschsein.

        Liebe Grüße zurück zu dir!

        Gefällt 2 Personen

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